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22.03.2012
Commerzbank-Aktie nach Medienbericht über Auflagen der EU-Kommission zur Eurohypo-Integration im Blick
aktiencheck.de

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Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die EU-Kommission will einem Medienbericht zufolge der Commerzbank AG (ISIN DE0008032004/ WKN 803200) die Integration ihrer Immobilien- und Staatsfinanzierungstochter Eurohypo unter mehreren Bedingungen erlauben. Dies berichtet das "Handelsblatt" (Mittwochabend) unter Berufung auf mit der Situation vertraute Kreise.

Unter anderem müsse die Commerzbank ihre Bilanzsumme weiter eindampfen. Außerdem darf das Institut erst nach dem Frühjahr 2014 wieder andere Banken kaufen. Das sieht nach Informationen der Wirtschaftszeitung der neue Restrukturierungsplan vor, den EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia und Commerzbank-Chef Martin Blessing Mitte März ausgehandelt haben.

Ursprünglich sollte das Zukaufsverbot für die Commerzbank schon im April dieses Jahres auslaufen. Im Gegenzug entbindet die EU-Behörde die Bank von der Pflicht, bis Ende 2014 einen Käufer für die Eurohypo zu finden.

Die Bilanzsumme der Commerzbank solle nun bis Ende 2014 auf 600 Mrd. Euro schrumpfen. Bislang sahen die EU-Auflagen vor, dass diese Bilanzgröße erst nach einem Verkauf der Eurohypo erreicht werden muss, schreibt das Blatt. Ende 2011 lag sie noch bei 662 Mrd. Euro.

Die Eurohypo müsse außerdem ihr Staatsfinanzierungsgeschäft vollständig zurückfahren. Das übrige Geschäft der Eurohypo solle auf die Commerzbank verteilt werden. Außerdem soll die Marke Eurohypo vom Markt verschwinden. Die Commerzbank wollte die Informationen nach Angaben der Wirtschaftszeitung nicht kommentieren.

Die Aktie der Commerzbank notiert aktuell mit einem Minus von 1,39 Prozent bei 1,92 Euro. (22.03.2012/ac/n/d)


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