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Analysen - DAX 100
22.03.2012
Rheinmetall-Aktie: Geschäftsbericht 2011 kann Erwartungen leicht übertreffen
National-Bank AG

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Essen (www.aktiencheck.de) - Der Analyst der National-Bank AG, Manfred Jaisfeld, hält an seiner Kaufempfehlung für die Rheinmetall-Aktie (ISIN DE0007030009/ WKN 703000) fest.

Der Düsseldorfer Automobilzulieferer- und Rüstungskonzern Rheinmetall habe heute den vollständigen Geschäftsbericht 2011 vorgelegt: Umsatz: 4,454 Mrd. Euro (+11,7%); Gesamtleistung: 4,505 Mrd. Euro (+11,0%); EBIT: 354 Mio. Euro (+19,2%); Betriebliches Ergebnis: 336 Mio. Euro (+20,9%); Vorsteuerergebnis: 295 Mio. Euro (+28,8%); Überschuss n. Minderh.: 213 Mio. Euro (+31,5%); Ergebnis je Aktie: 5,55 Euro (Vorjahr: 4,23 Euro); Dividendenvorschlag: 1,80 Euro (Vorjahr: 1,50 Euro).

Bereits vor Monatsfrist seien die Kennzahlen zum Umsatz, EBIT und Vorsteuerergebnis vorgelegt worden. Das Nettoergebnis nach Anteilen Dritter in Höhe von 213 Mio. Euro überrasche nunmehr geringfügig positiv. Je Aktie errechne sich ein Wert von 5,55 Euro gegenüber der nach den vorläufigen Daten angepassten Prognose der Analysten von 5,46 Euro bzw. einer Konsensschätzung von 5,39 Euro. Die Dividendenanhebung auf 1,80 Euro sei ebenfalls stärker ausgefallen als von ihnen (1,75 Euro) bzw. im Konsens (Mittelwert: 1,78 Euro, Median: 1,70 Euro) erwartet.

Der im vergangenen Jahr bis auf Weiteres verschobene mögliche Börsengang der Automotivesparte werde unverändert als Option geführt, deren Realisierung auch von der weiteren Entwicklung des Kapitalmarktes abhänge. Bei einem insgesamt stabilisierten Umfeld würden die Analysten davon ausgehen, dass Rheinmetall entsprechend in den kommenden Monaten wieder intensiver über eine Abspaltung nachdenken dürfte. Im Rüstungsgeschäft stünden die Zeichen nach der Bildung des Joint Ventures für militärische Radfahrzeuge mit MAN (ISIN DE0005937007/ WKN 593700) sowie des Gemeinschaftsunternehmens für Drohnen mit Cassidian unverändert auf Expansion. Neben Kooperationen dürften auch weitere kleinere Zukäufe dabei auf der Tagesordnung stehen.

Für das laufende Geschäftsjahr rechne Rheinmetall mit einem Umsatzvolumen von etwa 4,9 Mrd. Euro. Davon sollten etwas mehr als 2,4 Mrd. Euro durch den Unternehmensbereich Automotive beigesteuert werden, was einen Anstieg um rund 5% impliziere. Positive Impulse sehe der Konzern vor allem aus dem prognostizierten Wachstum der Automobilproduktion in Nord- und Südamerika sowie in Asien, wodurch Einbußen in Westeuropa kompensiert werden dürften. Für den Unternehmensbereich Defence werde folglich ein Umsatzniveau von rund 2,5 Mrd. Euro erwartet, was einem Zuwachs in der Größenordnung von mindestens 15% entsprechen dürfte. Dieses deutliche Plus resultiere jedoch einzig aus der ab 2012 erfolgenden Hinzurechnung des Umsatzes mit logistischen Fahrzeugen aus dem Joint Venture mit MAN. Auf vergleichbarer Basis dürfte sich angesichts der restriktiven Verteidigungsausgaben in Europa und den USA ein leichter Umsatzrückgang ergeben.

Auf EBIT-Ebene wolle Rheinmetall konzernweit das Rekordergebnis des Vorjahres in Höhe von 354 Mio. Euro halten, wobei eine etwas schwächere Ergebnisentwicklung des Defence-Bereichs durch leichte Zuwächse bei Automotive kompensiert werden solle. Als erste Indikation für das Geschäftsjahr 2013 sei die Erwartung eines Umsatz- und Ergebniswachstums genannt worden. Dieses setze der Konzern allerdings unter den Vorbehalt einer weiterhin positiven Entwicklung der weltweiten Automobilkonjunktur sowie einer wie geplant erfolgenden Umsetzung von Großprojekten in der Verteidigungssparte.

Nach der Bekanntgabe vorläufiger Zahlen zu Umsatz und operativem Ergebnis vor Monatsfrist konnte der heute vorgestellte Geschäftsbericht 2011 unsere Erwartungen mit Blick auf das Nettoresultat sowie den Dividendenvorschlag leicht übertreffen, so die Analysten der National-Bank AG. Unter Einarbeitung der neuen Daten sowie Fortschreibung ihrer Modelle um ein Geschäftsjahr würden sie einen höheren Wert für das faire Aktienkursniveau als noch vor Quartalsfrist ermitteln. In der Summe würden sie ihr Kursziel von zuvor 49,00 Euro auf 55,00 Euro heraufsetzen, was etwa dem Mittelwert ihrer zwei ausschlaggebenden Bewertungsmodelle entspreche.

Die Analysten der National-Bank AG raten bei einem Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Kursniveau von 21,5% folgerichtig unverändert zum Kauf der Rheinmetall-Aktie. (Analyse vom 21.03.2012) (22.03.2012/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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