|
Analysen - DAX 100
|
16.03.2012
HeidelbergCement-Aktie: Nettoergebnis steigt nur leicht zum Vorjahr
Bankhaus Lampe
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Marc Gabriel, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von HeidelbergCement (ISIN DE0006047004/ WKN 604700) von "kaufen" auf "halten" herab.
Aufgrund von höheren nicht operativen Aufwendungen sei das Nettoergebnis unterhalb der Analystenerwartungen ausgefallen. Im Rahmen der Telefonkonferenz habe sich CEO Bernd Scheifele optimistischer, was die Geschäftsentwicklung bei HeidelbergCement angehe, als noch vor drei Monaten gezeigt. Die Krise sei zwar noch nicht ganz vorbei, jedoch würden sich die Zeichen mehren, dass es nicht so schlimm komme, wie viele befürchtet hätten. Gut für HeidelbergCement, die außer einem geringen Geschäft in Spanien (32 Mio. Euro Abschreibung in 2011) nicht in den Krisenregionen engagiert sei.
Für 2012 würden, unter Ausnahme der Region West- und Nordeuropa (nach starkem Q4), in allen Regionen steigende Absatzvolumen (plus 6% bis 9% bei Zement und minus 1 bis plus 2% bei Zuschlagstoffen auf Konzernebene) erwartet. Die Preise würden weiter angehoben (zwischen 2,5 bis 8 US-Dollar/t bzw. 3 bis 5 Euro/t), nachdem insbesondere die gestiegenen Energiekosten in 2011 die Ergebnisse mit 170 Mio. Euro belastet hätten. Hinzugekommen seien noch die niedrigeren Erlöse aus dem Verkauf von CO2-Zertifikaten, die 2010 noch 130 Mio. Euro zum Ergebnis beigetragen hätten. In Summe hätte das Ergebnis 2011 folglich rund 300 Mio. Euro besser ausfallen können.
Positiv hervorzuheben sei nach Erachten der Analysten erneut, dass HeidelbergCement bei den Kosteneinsparungen weiterhin das Maß in der Branche bleibe. So habe das FOX 2013 Programm statt der geplanten 200 Mio. Euro sogar 384 Mio. Euro Kosten einsparen können. Ziel sei es nun, bis 2013 statt 600 Mio. Euro rund 850 Mio. Euro einzusparen. Dazu solle auch die Logistik verbessert werden.
Auch für den nordamerikanischen Markt (25% Umsatzanteil) sei HeidelbergCement optimistischer und sehe die Talsohle durchschritten. Margenrückgänge in Asien (25% Umsatzanteil) seien wesentlich dem Preisdruck in einzelnen chinesischen Regionen geschuldet. Mit den geplanten Kapazitätserweiterungen (7,7 Mio. t bis 2013) und weiteren rund 3,4 Mio. t in Afrika liege der Fokus für weiteres Wachstum in den Emerging Markets.
Die Schätzungen haben die Analysten vom Bankhaus Lampe angepasst und stufen die HeidelbergCement-Aktie von "kaufen" auf "halten" herunter. Nach mehr als 35% Performance vom Tief bei 33 Euro im Januar, dürfte die Aktie erstmal eine Seitwärtsbewegung vollziehen. Gewinnmitnahmen würden sich anbieten. Das Kursziel werde unverändert bei 47,00 Euro gesehen. (Analyse vom 16.03.2012) (16.03.2012/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
|