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Analysen - DAX 100
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15.03.2012
Hannover Rück-Aktie: Derzeitige Nettogewinnschätzungen zu niedrig
SRC Research
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Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Stefan Scharff, Analyst von SRC Research, stuft die Aktie der Hannover Rück (ISIN DE0008402215/ WKN 840221) nach wie vor mit "accumulate" ein.
Das letzte Geschäftsjahr sei beeindruckend gewesen, da das Unternehmen als einziger Rückversicherer weltweit eine Eigenkapitalrendite im zweistelligen Bereich von fast 13% erwirtschaften konnte - trotz der Reihe von sehr teuren Naturkatastrophen wie in Japan und der allgemein sinkenden Renditen auf der Investmentseite.
Für 2012 sei nur eine Guidance zum Prämienwachstum gegeben worden, nicht aber zum Gewinn. Hier habe der Vorstand darauf verwiesen, dass dies mit Rücksicht auf den Grossaktionär Talanx geschehen sei, der möglicherweise seinerseits IPO-Pläne erwäge. Die Analysten würden davon ausgehen, dass die derzeitigen Schätzungen zum Nettogewinn 2012, die meist zwischen 680 und 720 Mio. Euro lägen, zu niedrig angesetzt seien und im Laufe des Jahres nach oben revidiert werden müssten. Ihnen erscheine ein Nettogewinn von 750 Mio. bis 800 Mio. Euro weitaus realistischer. Dafür würden die Profitabilität des gezeichneten Schaden-Geschäfts und die gute Erneuerungsrunde im Januar genauso wie die erheblichen Reservepuffer der Gesellschaft sprechen.
Sie würden davon ausgehen, dass Hannover Rück mindestens eine Eigenkapitalrendite von 15% erreichen sollte und die Ausschüttung von 2,10 Euro in 2011 auf rund 2,50 Euro für das Geschäftsjahr 2012 werde anheben können. Dies entspräche dann einer Dividendenrendite von fast 6%. Sie würden das Kursziel von 42 Euro auf 46 Euro heraufsetzen, was ihnen vor dem Hintergrund des zu erwartenden Ergebnissprungs von mindestens 25% wenig ambitioniert erscheine.
Da die Aktie der Hannover Rück seit ihrer letzten Empfehlung Mitte Januar bereits 11% zugelegt hat, belassen die Analysten von SRC Research ihr Rating vorläufig auf "accumulate", auch wenn eine Heraufstufung mit den Zahlen des ersten Quartals Anfang Mai wahrscheinlicher geworden ist. (Analyse vom 15.03.2012) (15.03.2012/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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