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Analysen - Marktberichte
09.03.2012
Globale Aktienmärkte Anhalten der Konsolidierung erwartet
Erste Bank

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Wien (www.aktiencheck.de) - Die erwartete, leichte Konsolidierung hat bei den meisten internationalen Aktienindices in dieser Woche begonnen, so die Analysten der Erste Bank.

Die wichtigsten Leitindices, der STOXX Europe 600 (ISIN EU0009658202/ WKN 965820) sowie der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) hätten geringfügig schwächer tendiert (jeweils -0,6%). Der Shanghai Composite sei hingegen um 2% gestiegen. Deutlich geringer sei der Zuwachs beim Nikkei 225 (ISIN XC0009692440/ WKN 969244) ausgefallen (+0,6%). Der defensiv ausgerichtete schweizerische SMI (ISIN CH0009980894/ WKN 969000) sei um 0,4% gestiegen und der brasilianische Bovespa (ISIN BRIBOVINDM18/ WKN A0JZEM) habe nahezu unverändert tendiert (+0,2%).

Beim Öl sei die Entwicklung uneinheitlich gewesen. Brentöl sei um 1,2% auf USD 126,5/Barrel gestiegen, die Sorte WTI sei hingegen um 1,8% auf USD 107 gefallen. Großen Abwärtsdruck habe es hingegen bei Erdgas gegeben. Die Preise seien im Wochenvergleich um 7,8% gefallen. Alle Edelmetalle hätten sich abgeschwächt (Gold: -1,3%, Silber -1,4%, Platin - 3,1%, sowie Kupfer -3,4%).

Der US-ISM Non Manufacturing Index sei auf einen Stand von 57,3 Punkten gestiegen und habe damit nicht nur das Niveau des Vormonats, sondern auch die Erwartungen der Ökonomen übertroffen. Die Expansion des für die USA wichtigen Dienstleistungsbereichs halte demnach nicht nur an, sondern habe auch weiter an Dynamik zugelegt.

Die Kreditnachfrage habe in den USA zuletzt wieder stärker zugenommen. Der Anstieg habe im Januar USD 17,8 Mrd. auf insgesamt USD 2,51 Bio betragen. Kreditkartenschulden seien reduziert worden (- USD 3 Mrd.), Verbindlichkeiten für Autokäufe und Aus- und Weiterbildung seien hingegen gesteigert worden.

Die deutschen Exporte hätten im Januar um 2,3% ausgeweitet werden können. Erwartet worden sei ein Zuwachs von bloß 1,6%. Das Geldmengenwachstum in China bleibe hoch. Die jüngst gemeldete Ausweitung der Geldmenge M2 habe im Jahresvergleich im Februar 13%, nach einem jährlichen Zuwachs von 12,4% im Januar betragen.

Die Beschäftigungsquote sei in den USA auf einen fast 30-jährigen Tiefpunkt zurückgefallen. Sollte sich die wirtschaftliche Situation weiter allmählich verbessern und diese Kennzahl steigen, so habe dies nur eine langsame Reduktion der Arbeitslosenrate zur Folge.

Die Produktivität der US-Wirtschaft sei 2011 nur um 0,7% gestiegen. Im Zeitraum 2000 bis 2010 habe der durchschnittliche Produktivitätszuwachs hingegen 2,5% betragen.

Die Industrieproduktion sei in Großbritannien im Jahresvergleich um 3,8% gesunken. Der Preisauftrieb (+7,3%) bei den Inputpreisen sei hingegen stark gestiegen, während beim Output der Zuwachs mit 4,1% deutlich geringer ausgefallen sei. Die produzierenden Unternehmen würden somit weiterhin unter Druck bleiben.

Die Prognose für das chinesische Wirtschaftswachstum sei diese Woche offiziell auf 7,5% zurückgenommen worden. Auch die Vereinigung der chinesischen Automobilhersteller habe ihren Forecast für die Automobilabsätze auf eine Zuwachsrate von 9,5% reduziert. Der Industrieminister habe dazu angemerkt, dass dieses Ziel schwer zu erreichen sein werde.

Der schweizerische Industriekonzern OC Oerlikon (ISIN CH0000816824/ WKN 863037) schaffe den erfolgreichen Turnaround. Das Unternehmen habe wieder einen stattlichen Jahresgewinn von CHF 224 Mio. ausweisen können (2010: Gewinn nur CHF 5 Mio.). Oerlikon habe sowohl die Verbindlichkeiten deutlich abbauen, als auch die Umsätze (+16%) und Margen ausweiten können. Der ohnedies problematische Solarbereich sei an Tokyo Electron Ltd. (ISIN JP3571400005/ WKN 865510) verkauft worden. Die Firma habe zuletzt bekräftigt, in diesem Jahr die Profitabilität weiter steigern zu können.

Die Aktie weise ein attraktives Chancen/Risikoprofil auf und sollte in diesem Jahr noch deutlich zulegen können.

Für die kommende Woche würden die Analysten ein Anhalten der Konsolidierung an den internationalen Aktienmärkten erwarten. Der Abwärtsdruck sollte allerdings gering bleiben. Die Analysten würden in dieser Marktphase die weniger zyklischen Aktien etwas stärker zu gewichten empfehlen. Zusätzlich würden insbesondere Energiewerte weiter attraktiv bleiben. (09.03.2012/ac/a/m)


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