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Analysen - Ausland
09.03.2012
Intercell-Aktie: Break Even erst im Jahr 2014 möglich
Erste Bank

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Wien (www.aktiencheck.de) - Die Analystin der Erste Bank, Vladimira Urbankova, vergibt für die Aktie von Intercell (ISIN AT0000612601/ WKN A0D8HW) weiterhin das Votum "halten".

Das österreichische Biotech-Unternehmen habe Anfang der Woche die Zahlen für 2011 präsentiert. Obwohl in 2011 die IXIARO/JESPECT-Produktumsätze wie versprochen - um 68,4% von EUR 12,8 Mio. in 2010 auf EUR 21,6 Mio. - gestiegen seien, hätten die fast halbierten Erlöse aus Kooperationen es verursacht, dass die gesamten Umsätze im Jahresvergleich dennoch gefallen seien - von EUR 34,2 Mio. auf EUR 32,9 Mio.

Durch die Fortsetzung des massiven Sparprogramms sei es Intercell gelungen, den Nettoverlust von EUR 255,2 Mio. im Vorjahr auf EUR 29,3 Mio. zu verringern. Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen seien in 2011 um 60% zurückgeschraubt worden. Im Geschäftsjahr 2011 seien darin auch Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von EUR 2,8 Mio. enthalten, im Jahr 2010 seien dies noch EUR 182,8 Mio. gewesen (im Zusammenhang mit der Einstellung der klinischen Entwicklung des Impfstoffkandidaten gegen Reisedurchfall). Die Cashposition per Ende Dezember 2011 habe EUR 50,9 Mio. betragen.

Das Management möchte weiters einen Schritt in Richtung Stabilisierung der Finanzen zu tun, eventuell mit einer Kapitalerhöhung. Das Management erwarte in 2012 einen Anstieg der IXIARO/JESPECT-Umsätze um EUR 8 bis 10 Mio. im Jahresvergleich und einen reduzierten Nettoverlust von EUR 15 bis 20 Mio.

Obwohl dank der schleppenden Erlöse aus Kooperationen der Gesamtumsatz unter den Analysten- und den Markterwartungen gelegen habe, sei der Nettoverlust, dank wesentlich höherer Einsparungen (vor allem in Forschungs- and Entwicklungsbereich), geringer ausgefallen als erwartet. Die veröffentlichten 2011 Zahlen hätten bewiesen, dass der neue Sparkurkurs solide Resultate in überraschend kurzer Zeit gebracht habe.

Das Management habe bestätigt, dass es bestrebt sei, den Cash Polster zu verbessern - entweder mittels einer Kapitalerhöhung unter Partizipation der bisherigen Grossaktionäre oder Vereinbarungen mit neuen Partnern. Die Entscheidung solle bereits bis Jahresmitte fallen. Der damit verbundene Newsflow könnte interessante Trading Gelegenheiten bieten.

Basierend auf den publizierten 2011 Zahlen sowie dem Forschungs- und Entwicklungsprogramm-Update (derzeit ohne wichtige Neuigkeiten - die Daten aus dem am weitesten fortgeschrittenen Forschungsprogramm, das des Impfstoffkandidaten gegen Pseudomonas aeruginosa in Kooperation mit Novartis, würden erst für Mitte 2013 erwartet) und ihrer Gewinnschätzung für 2012 (Nettoverlust von EUR 19,6 Mio.), nahe des oberen Endes der neu kommunizierten Guidance-Bandbreite, würden die Analysten keinen fundamentalen Grund sehen, ihre Schätzungen zu revidieren. Nach wie vor würden sie einen Break Even erst im Jahr 2014 als möglich sehen.

Die Analysten der Erste Bank bestätigen ihre "halten"-Empfehlung und 12-Monats-Kursziel von EUR 2,40 per Intercell-Aktie. (Analyse vom 09.03.2012) (09.03.2012/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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