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News - DAX 100
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07.03.2012
Rheinmetall-Aktie: Medienbericht über Sperre in Indien
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Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Die Rheinmetall AG (ISIN DE0007030009/ WKN 703000) darf laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" über ihre Schweiz-Tochter für zehn Jahre keine Geschäfte mit einem Verbund staatlicher indischer Rüstungsfirmen abschließen.
Nach Angaben der Wirtschaftszeitung hat das indische Verteidigungsministerium die Züricher Rheinmetall Air Defence (RAD), die Dachgesellschaft für Luftverteidigungssysteme des Düsseldorfer Konzerns, mit fünf weiteren Firmen auf eine schwarze Liste für Geschäfte mit der staatlichen Rüstungsfirma Ordnance Factory gesetzt. Hintergrund seien mehrjährige Ermittlungen wegen Korruptionsvorwürfen gegen den 2009 zurückgetretenen Ordnance-Factory-Chef Sudipta Gosh. Ein Rheinmetall-Sprecher habe die Vorwürfe indessen gegenüber der Wirtschaftszeitung entschieden zurückgewiesen: "Rheinmetall Air Defence hat sich nichts zuschulden kommen lassen und sich immer an alle Vorschriften gehalten." Bislang lägen noch keine offiziellen Dokumente über die Entscheidung vor.
Die Entscheidung bedeute für Rheinmetall mehr als einen Imageverlust. Dem Konzern gelang es laut dem Bericht nicht, die 2010 von der indischen Bundespolizei empfohlene Aufnahme in eine schwarze Liste zu verhindern. Damit sei für die schweizerische Rheinmetall-Tochter das Indien-Geschäft mit der staatlichen Rüstungsfirma gesperrt. Angaben über den potenziellen Umsatzverlust gibt es nicht, so die Wirtschaftszeitung. Indien gehört den Angaben zufolge zu den weltweit am stärksten wachsenden Rüstungsmärkten.
Die Aktie von Rheinmetall notierte zuletzt bei 42,94 Euro. (07.03.2012/ac/n/d)
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