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06.03.2012
RHI-Aktie nach Zahlen leicht fester
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Wien (www.aktiencheck.de) - Der österreichische Industriekonzern RHI AG (ISIN AT0000676903/ WKN 874182) konnte im abgelaufenen Fiskaljahr mit einem deutlichen Gewinnanstieg aufwarten.
Wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 1,76 Mrd. Euro um 15,5 Prozent über dem Vorjahreswert von 1,52 Mrd. Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich um knapp 20 Prozent auf 150,9 Mio. Euro, nach 126,0 Mio. Euro im Vorjahr und berücksichtigt Aufwendungen und Erträge aus Wertaufholungen sowie Restrukturierung von 2,3 Mio. Euro, welche im Zusammenhang mit der Schließung von zwei Standorten in EMEA sowie dem Verkauf des Werkes in Kanada stehen.
Beim Konzerngewinn wurde ein Anstieg auf 121,5 Mio. Euro erzielt, nach 105,7 Mio. Euro im Vorjahr. Die Division Stahl konnte vor allem im ersten Halbjahr 2011 von der guten Entwicklung der Stahlindustrie profitieren, welche aber im zweiten Halbjahr an Dynamik verlor. Bei einem Umsatzanstieg von 13 Prozent konnte die Division Stahl das EBIT auf 71,5 Mio. Euro verbessern, nach 61,7 Mio. Euro im Vorjahr. Mit einem Umsatz von 613,9 Mio. Euro (Vorjahr: 517,8 Mio. Euro) erzielte auch die Division Industrial den höchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte. Das EBIT der Division konnte um rund 19 Prozent auf 71,8 Mio. Euro gesteigert werden.
Für das erste Quartal rechnet der Konzern gegenüber dem vierten Quartal 2011 mit leicht schwächeren Umsätzen in der Division Stahl und mit einem deutlich unter dem außergewöhnlichen vierten Quartal liegendem Umsatz in der Division Industrial. Die EBIT-Marge werde sich dadurch leicht unter der des vierten Quartals 2011 bewegen, so der Konzern.
Trotz des unsicheren wirtschaftlichen Umfelds rechnet RHI für das Gesamtjahr 2012 mit einem Konzernumsatz, welcher sich auf dem Niveau des Jahres 2011 bewegen wird. Das nach wie vor gute Investitionsklima sollte nach Auffassung des Konzerns dabei eine temporäre Abschwächung auf der Stahlseite kompensieren können. Die EBIT-Marge sollte im Jahr 2012 aufgrund der höheren Rückwärtsintegration bei Magnesiarohstoffen sowie der verbesserten Kostenstruktur über der EBIT-Marge 2011 zu liegen kommen. Außerdem will RHI im laufenden Fiskaljahr rund 170 Mio. Euro investieren, wobei der Großteil in den Ausbau der Rohstoffversorgung in Norwegen und der Türkei sowie in die Kapazitätsschaffung bzw. -erweiterung in Brasilien und China fließen wird.
Das endgültige Ergebnis sowie die Konzernbilanz 2011 werden am 27. März 2012 nach Feststellung des Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat veröffentlicht werden.
Die Aktie von RHI notiert aktuell in Wien mit einem Plus von 0,74 Prozent bei 18,27 Euro. (06.03.2012/ac/n/a)
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