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Analysen - Ausland
01.03.2012
UniCredit-Aktie: Geldspritze der EZB wirkt wie eine Schnellkur
FOCUS-MONEY

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München (www.aktiencheck.de) - Die Experten von "FOCUS-MONEY" sehen in der Aktie von UniCredit (ISIN IT0004781412/ WKN A1JRZM) einen interessanten Nachzügler.

Die EZB überflute den Kapitalmarkt in einer zweiten Tranche abermals mit zig Milliarden Euro. Bereits bei der ersten Tranche im Dezember 2011 seien fast 500 Euro an die Banken zu einem "Schleuderpreis" von 1% ausgegeben worden. Diese Woche folge Tranche Nummer zwei und Experten würden schätzen, dass noch mal zusätzliche 500 bis 600 Mrd. Euro in Umlauf gebracht würden. Die Banken dürften sich das Geld für einen Zeitraum von drei Jahren zu einem Zinssatz von 1% leihen. Die Institute hätten vor allem neue Bonds, mit einer Laufzeit von drei Jahren gezeichnet, aber auch Aktien und Derivate seien gekauft worden, hauptsache, die Rendite stimme.

Dies habe dazu geführt, dass der DAX seit Mitte Dezember um 20% gestiegen sei, italienische Staatsanleihen mit noch fast zwölf Jahren Laufzeit bei 125 notieren würden und Unternehmensanleihen, die über keinen Investment-Grade-Status verfügen würden, häufig über ihrem Nominalwert lägen. Vieles deute darauf hin, dass der Schwung noch anhalten werde. "Investoren, die bislang vom Spielfeldrand zuschauten, werden in der zweiten Runde mitmischen wollen", beurteile Adrian Cuttley von Citi die Lage. Somit dürfte es für Anleger an der Zeit sein, die bevorstehende Investitionsflut der Banken zu nutzen.

Für interessant würden die Experten u.a. die UniCredit-Aktie erachten. Seien italienische Bankentitel noch vor wenigen Monaten alles andere als beliebt gewesen, gebe es mittlerweile kaum einen Handelstag, an dem nicht ein Finanzwert zu den Tagesgewinnern zähle. Dies überrasche nicht, denn die Geldschwemme der EZB wirke wie eine Schnellkur, vor allem bei der UniCredit.

Das italienische Kreditinstitut sei aufgrund seiner besonders hohen Bestände an Anleihen im letzten Jahr besonders stark unter Druck geraten. Da sich die Lage an den Kapitalmärkten zusehends entspanne, verfüge der Titel über hohes Aufholpotenzial. Dies liege darin begründet, weil der Konzern erstens seine Bilanz saniere und zweitens weil die Bonds nicht mehr ganz so riskant eingestuft würden.

Die Experten von "FOCUS-MONEY" sehen in der Aktie von UniCredit einen interessanten Nachzügler. (Ausgabe 10) (01.03.2012/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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