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News - Nebenwerte
20.09.2002
Digital Advertising fit für die Zukunft?
SdK AktionärsNews

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Ist die Digital Advertising AG (WKN 513820) fit für die Zukunft im schwierigen Marktumfeld des E-Business? Diese Frage bewegte die Aktionäre auf der Hauptversammlung der AG am 10. September 2002 in München, so die Experten von "SdK AktionärsNews".

Bei einem Ausgabekurs von 12,50 Euro und einem historischen Höchststand von mehr als 45 Euro sei die Aktie zuletzt zu einem Pennystock mutiert und notiere bei gerade einmal etwa 0,35 Euro. Dass dies trotz aller Schwierigkeiten des E-Marketing-Unternehmens kein fairer Wert sein könne, habe der Vorstandsvorsitzende Raimund Alt in seinem Bericht über das letzte Geschäftsjahr klar gestellt.

Der Umsatzrückgang von 11,6 auf rund 10,8 Mio. Euro sei in Anbetracht der schlechten Marktlage durchaus moderat. Tatsächlich habe die massive Investitionszurückhaltung vieler Unternehmen schon etliche Mitbewerber in eine tiefe Krise gestürzt, denke man beispielsweise an die mittlerweile insolvente Pixelnet AG. Um eine Insolvenz nachhaltig zu vermeiden und die Gesellschaft zu einem fest etablierten Unternehmen in den neuen Medien zu machen, habe das Management von einem Wachstums- auf einen Stabilisierungskurs umgeschwenkt. Das übergeordnete Ziel solle dabei die Wahrung der Liquidität und das Erreichen der Rentabilität sein. Dabei warte das Unternehmen keineswegs nur ab, sondern sei mit einem "Fit-for-future "-Programm offensiv bei der Restrukturierung.

Die wichtigste Entscheidung im Hinblick auf die Zukunft des Unternehmens sei im Juni diesen Jahres realisiert worden: der Wechsel vom Neuen in den geregelten Markt. Hier sei es nicht nur die Kostenersparnis von 250.000 Euro, die dem Unternehmen aus den roten Zahlen helfen solle, sondern auch der Wiedergewinn von Anlegervertrauen, dessen Verlust allen am Neuen Markt notierten Unternehmen in den letzten Monaten stark zu schaffen gemacht habe. Trotz des Segmentwechsels wolle die Gesellschaft für Investoren weiterhin so offen wie möglich sein. So sollten zumindest Eckdaten der Quartalsberichte auch weiter veröffentlicht werden, wenn auch nicht im selben Umfang wie bisher.

Die Restrukturierung werde nach Aussagen des Vorstandes zum Teil schon in diesem Geschäftsjahr greifen und den Verlust aufgrund der stark reduzierten Aufwendungen zunächst halbieren. Schon im 4. Quartal 2002 werde ein positiver Cashflow erwartet. Die Zahlen des ersten Quartals, die leicht über den Planzahlen lägen, bestätigten diese Tendenz. Die Eigenkapitalquote sei mit 80% nach wie vor hoch. Solange es aber mit der Gesamtwirtschaft nicht aufwärts gehe, würden auch die Umsätze der Digital Advertising AG auf ihrem Niveau verharren, vielleicht sogar leicht rückläufig sein. Doch dem trete die Gesellschaft mit einer soliden Liquidität entgegen. Die 5,6 Mio. Euro liquider Mittel, die etwa dreimal so hoch seien wie die Marktkapitalisierung, könnten ihr helfen, diese Durststrecke zu überwinden. Dazu müsse die Restrukturierung weiterhin mit solcher Konsequenz durchgeführt werden.

Das E-Business sei nicht tot, es könnte bald in einer gesunden Form wieder aufleben. Die Digital Advertising AG habe dann gute Chancen, ein fest etabliertes Unternehmen in den neuen Medien zu werden.



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