|
Analysen - Marktberichte
|
24.02.2012
Globale Aktienmärkte Aufwärtstrend geht weiter
Erste Bank
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Wien (www.aktiencheck.de) - Die globalen Aktienmärkte sind leicht angestiegen, so die Analysten der Erste Bank.
Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) habe 0,4% auf 1.363 Punkte zugelegt. Damit notiere der Leitindex auf dem exakt gleich Niveau wie zu seinem High im April 2011. Der europäische STOXX 600 (ISIN EU0009658202/ WKN 965820) notiere unverändert, während sich die starke Performance in Japan fortgesetzt habe. Der Nikkei (ISIN XC0009692440/ WKN 969244) haussiere um 3,9% und sei so seit Anfang 2012 um 13% gestiegen.
Der Ölpreis habe in Euro ein neues Allzeithoch bei EUR 93,5/Barrel markiert. In USD sei Brent diese Woche um 3,3% und das Barrel WTI um 5,4% gestiegen. Gold sei um 3,3% auf USD 1.785/Unze gestiegen. Silber habe 4,1% auf jetzt USD 34,5/Unze haussiert.
Der deutsche ifo-Index sei im Februar erneut gestiegen. So habe sich der Index auf 109,6 Punkte erhöht, nach 108,3 Punkten im Vormonat. Damit habe sich das ifo-Geschäftsklima zum vierten Mal nacheinander verbessert. Die deutsche Konjunktur werde derzeit von binnenwirtschaftlichen Auftriebskräften getragen, habe es geheißen. Der Teilindex der aktuellen Geschäftslage sei von 116,3 Punkten auf 117,5 Punkte gestiegen. Der Subindex zu den Geschäftsaussichten habe sich von 100,9 auf nun 102,3 Punkte erhöht.
Das Verbrauchervertrauen in Frankreich und Italien habe sich verbessert. Der französische Index des Verbrauchervertrauens habe sich von 81 auf 82 Zähler erhöht. In Italien sei der Index auf 94,2 Punkte nach 91,8 Punkten im Januar gestiegen.
Die chinesischen Frühindikatoren seien im Januar stärker angestiegen. Demnach hätten die Frühindikatoren um 1,6% angezogen. Für Dezember sei ein Plus von 0,8% ermittelt worden.
Die Arbeitsmarktsituation in den USA habe sich stabilisiert. So habe die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe wie schon letzte Woche 351.000 betragen. Eine Zahl von etwa 400.000 Erstanträgen gelte am Markt als Signal für einen stagnierenden Arbeitsmarkt. Ab einem Wert von unter 350.000 würden Experten einen Rückgang der Arbeitslosenzahl erwarten.
Die EU-Kommission erwarte 2012 ein Abrutschen der Eurozone in eine leichte Rezession. Auf Jahresbasis betrachtet würden für 2012 nun ein unverändertes Wachstum des realen BIP in der EU -0,0% und ein Rückgang um 0,3% im Euroraum prognostiziert.
Die taiwanesische Industrieproduktion sei im Januar 16,5% (J/J) gesunken. Binnen Monatsfrist sei die Industrieproduktion in dem Tigerstaat um 10,9% zurückgegangen.
Die Weltbank warne China vor einem plötzlichen und heftigen Einbruch des Wachstums. In einem nächste Woche veröffentlichten Bericht (dessen Inhalt schon zum größten Teil bekannt sei) würden die Ökonomen vor einem plötzlichen und heftigen Einbruch des Wachstums warnen, der in Form einer Kettenreaktion auch eine Finanz- und Arbeitsmarktkrise auslösen würde.
Das Problem liege laut Weltbank in der universellen Kontrolle durch den Staat. Wenn die Regierungen in unternehmerischen Fragen mitrede, entstehe nicht genug Kreativität, um die Wirtschaft auf die nächste Stufe zu heben. Außerdem führe mangelnde Kontrolle zu Ineffizienz. China laufe daher Gefahr, auf dem derzeitigen Niveau zu stagnieren. Beispiel dafür finde man beispielsweise in Brasilien und Mexiko.
Die erwarteten Gewinne und Umsätze pro Aktie in den USA würden weiterhin einen Seitwärtstrend zeigen. In Europa sei der Abwärtstrend intakt, aber Anfang 2012 habe eine Stabilisierung stattgefunden.
BASF (ISIN DE000BASF111/ WKN BASF11) mit Rekordergebnis: Der um Sondereinflüsse bereinigte Betriebsgewinn sei um 4% auf einen neuen Spitzenwert von EUR 8,4 Mrd. gestiegen. BASF habe insgesamt EUR 73,5 Mrd. Euro umgesetzt - ein Plus von 15%. Der Jahresüberschuss sei um 35,8% auf 6,19 Mrd. Euro in die Höhe geschnellt. Mit den Zahlen habe BASF die Erwartungen erfüllt, teilweise hätten sie sogar über den Schätzungen gelegen. Die Dividende werde von EUR 2,20 auf 2,50 erhöht. Der Ausblick für 2012 und 2013 sei positiv.
Procter & Gamble (ISIN US7427181091/ WKN 852062) wolle rund 5.700 Arbeitsplätze streichen. Bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2016 wolle man USD 10 Mrd. einsparen. Der Jobabbau betreffe ausschließlich den nicht-produzierenden Bereich, wo bislang rund 57.000 der insgesamt rund 129.000 Beschäftigten arbeiten würden. Daneben seien weitere Einsparungen geplant, etwa bei Forschung und Marketing. Im Zuge des anvisierten Verkaufs der Chips-Marke Pringles an Kellogg (ISIN US4878361082/ WKN 853265) habe man die Gewinnerwartungen leicht nach unten geschraubt.
Der Aufwärtstrend gehe weiter. Die Performance der Indices in Europa und den USA werde weiter von zyklischen Sektoren getragen. Das sei ein sehr positives Zeichen für die Verfassung des Marktes. In den USA stehe der S&P 500 auf dem gleich hohen Wert wie im Hoch 2011. Eine Konsolidierung im März sei wahrscheinlich. (24.02.2012/ac/a/m)
|