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Analysen - Ausland
24.02.2012
Verbund-Aktie: Geschäftsjahreszahlen stehen an
Erste Bank

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Wien (www.aktiencheck.de) - Der Analyst der Erste Bank, Christoph Schultes, stuft die Aktie von Verbund (ISIN AT0000746409/ WKN 877738) weiterhin mit "halten" ein.

Der Verbund werde in der kommenden Woche die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorlegen, die vor allem von zwei Faktoren beeinflusst gewesen seien. Die für die Analysten überraschende Wertaufholung diverser Kraftwerke (bzw. Kraftwerksketten) in Höhe von EUR 313 Mio. führe wahrscheinlich dazu, dass das Unternehmen ein operatives Ergebnis von über EUR 1 Mrd. präsentieren könne. Damit werde die lange Liste an negativen Einmalaufwendungen (Abschreibung auf das neue Gaskraftwerk in Mellach, Fremdwährungsverluste in der Türkei, Abschreibungen in Frankreich und Albanien, etc.) kompensiert. Die schlechte Wasserführung könne jedoch nicht wettgemacht werden. Für das Jahr 2011 würden die Analysten ihre Gewinnschätzung daher leicht zurücknehmen und nun mit einem Gewinn von EUR 1,05 (anstatt EUR 1,09) pro Aktie rechnen.

Dem aktuellen Geschäftsjahr stünden die Analysten optimistischer gegenüber. Zum einen habe es in den ersten sechs Wochen des Jahres überdurchschnittlich viel Niederschlag gegeben, so dass die Wasserführung YTD rund 20% über dem langjährigen Durchschnitt liege, zum anderen hätten die Futures Preise für das Q1 ca. 10% über dem des Vorjahres gelegen. Da die Strompreise auch in den Quartalen 2 und 3 überaus ansprechend gewesen seien, sollte das Jahr 2012 wesentlich besser verlaufen als das Vorjahr. Die Analysten würden davon ausgehen, dass die aktuelle Guidance des Managements (Nettogewinn von EUR 450 bis 500 Mio.) zu konservativ sei. Sie würden nun mit EUR 535 Mio. oder EUR 1,55 pro Aktie rechnen (statt bisher EUR 1,52).

Mittel- bis langfristig sehe es jedoch wieder weniger gut aus. Die Futures Preise für Strom seien unter dem Level des Zeitraums vor Fukushima gefallen und es gebe wenige Indizien, dass sich das schnell ändern könnte. Daher würden die Analysten ihre Gewinnschätzung für 2013 zurücknehmen (EUR 1,57 statt EUR 1,73). Im Vergleich zur Peergroup sei die Verbund-Aktie weiterhin teuer bewertet. Das Kurs/Gewinn-Verhältnis sei das höchste, die Dividendenrendite die niedrigste. Bei den niedrigen Strompreisen laufe die Fantasie Wasserkraft ins Leere.

Die Empfehlung der Analysten der Erste Bank für die Verbund-Aktie lautet weiterhin "halten", das Kursziel beträgt unverändert EUR 22,40. (Analyse vom 24.02.2012) (24.02.2012/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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