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Analysen - Nebenwerte
30.08.2002
Borussia Dortmund unterbewertet
WGZ-Bank

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Den Analysten der WGZ-Bank zufolge ist die Aktie von Borussia Dortmund (WKN 549309) unterbewertet.

Die Neunziger Jahre seien für den BVB sowohl in sportlicher als auch in wirtschaftlicher Hinsicht äußerst erfolgreich gewesen. Mit dem Börsengang im Oktober 2000 habe das Management den Grundstein für die Expansion des Unternehmens Borussia Dortmund gelegt. Die IPO-Mittel in Höhe von 130 Mio. Euro seien zum Teil in die Verstärkung des Spielerkaders sowie in den Auf- und Ausbau der fußballaffinen Geschäftsfelder investiert worden. Die spektakulären Investitionen in Spieler zum Beginn der Spielzeit 2001/02, die rund 25% der Mittelzuflüsse aus dem Börsengang aufgebraucht hätten, hätten mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft und der Final-Teilnahme im UEFA-Cup kurzfristig zum gewünschten sportlichen Erfolg geführt.

Neben den unmittelbaren Mittelzuflüssen wie Preisgeldern hätten diese Erfolge die Marke Borussia Dortmund sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene werthaltiger gemacht. Die Wertsteigerung des Brandnames werde kurz- bis mittelfristig höhere Einnahmen aus allen Geschäftsbereichen zur Folge haben.

Borussia Dortmund werde an der Börse gegenwärtig mit 78 Mio. Euro bewertet. Addiere man die drei Assets Mannschaftswert, den die Analysten unter sehr konservativen Annahmen auf 140,0 Mio. Euro taxieren würden, 51%-Beteiligung am Westfalenstadion, für die man einen Wert von 65,0 Mio. Euro ermittelt habe, und Markenwert Borussia Dortmund, den man ebenfalls äußerst konservativ mit 30,0 Mio. Euro ansetze, ergebe sich ein Wert von 235,0 Mio. Euro. Dieser Wert könne nur als grobe Indikation dienen, da er einen rein hypothetischen Unternehmenswert darstelle.

Darüber hinaus sollte bei der Betrachtung der BVB-Aktie berücksichtigt werden, dass das Dortmunder Unternehmen im Gegensatz zu den meisten europäischen Fußball-Unternehmen aller Voraussicht nach im Jahresabschluss 2001/02 einen Gewinn ausweisen werde.

Anhand der Kenzahl EV/Sales 01/02 (0,83) und EV/Sales 02/03 (0,60 ) stellt die BVB-Aktie die am stärksten unterbewertete Aktie in dem europäischen Fußballuniversum der WGZ-Bank-Analysten dar. Das Hauptproblem für den Aktiekurs liege nach Erachten der Analysten in der Aktionärsstruktur und der Strategie des Großaktionärs. Sollte hier eine Lösung gefunden werden, bspw. eine außerbörsliche Umplatzierung des Aktienpaketes, würden sie mit einem "Befreiungsschlag" im Aktienkurs rechnen.



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