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Analysen - DAX 100
16.02.2012
Infineon Schreckgespenst für das Unternehmen
Frankfurter Tagesdienst

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Detmold (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" bleiben bei der Infineon-Aktie (ISIN DE0006231004/ WKN 623100) ohne Position.

Die Aktie des deutschen Technologiekonzerns sei am Dienstag gehörig unter die Räder gekommen, nachdem bekannt worden sei, dass Michael Jaffé, der Insolvenzverwalter der ehemaligen Tochtergesellschaft Qimonda, eine Forderung in Höhe von 1,7 Mrd. EUR geltend mache.

Michael Jaffé werfe vor, dass Infineon bei der Abspaltung von Qimonda mehrere grobe Fehler unterlaufen seien, die aus seiner Sicht zu einer Nachforderung berechtigen würden. Mit der Klärung, ob die Forderung in dieser Höhe adäquat sei, oder es überhaupt zu einer Nachzahlung kommen werde, würden sich ab Herbst 2012 die Gerichte beschäftigen. Mitte November werde das Verfahren aufgenommen. Der Technologiekonzern habe bisher nur Rückstellungen von 300 Mio. EUR gebildet.

Nach Ansicht der Experten werde sich die Nachricht auf den Aktienkurs zunächst einmal nur kurzfristig belastend auswirken. Darauf deute bereits der Kursverlauf hin, der Titel zähle am Mittwoch zu den größten Gewinnern im DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900). In den nächsten Monaten werde wieder die operative Geschäftsentwicklung im Vordergrund stehen.

Die Experten würden davon ausgehen, dass bei der Aktie von Infineon die Luft zunächst einmal heraus sei. Eine überdurchschnittliche Kursentwicklung sei aus ihrer Sicht in den nächsten Monaten nicht zu erwarten.

Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" sind bei der Infineon-Aktie seit geraumer Zeit ohne Position und werden daran auf absehbare Zeit auch nichts ändern. (Ausgabe 27 vom 15.02.2012) (16.02.2012/ac/a/d)


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