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Analysen - DAX 100
15.02.2012
TUI Ausstieg aus Hapag-Lloyd kommt voran
Bankhaus Lampe

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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Sebastian Hein, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von TUI (ISIN DE000TUAG000/ WKN TUAG00) weiterhin mit "verkaufen" ein.

TUI habe sich mit dem Albert Ballin-Konsortium über den Verkauf eines weiteren Anteils an Hapag-Lloyd geeinigt. Folgende Schritte beinhalte die Transaktion:

- Februar 2012: teilweise Rückzahlung des Hybrids (100 Mio. EUR),
- 30. März 2012: weitere Teilrückzahlung des Hybrids (125 Mio. EUR) und Umwandlung des restlichen Hybrid-Anteils (125 Mio. EUR) in Eigenkapital,
- 29. Juni 2012: Veräußerung eines 17,44%-Anteils an das Albert Ballin-Konsortium.

TUI würden durch die Transaktion 700 Mio. EUR zufließen. Über den restlichen 22%-Anteil könne TUI frei verfügen und den Verkauf an einen Dritten vollziehen. Zudem könne TUI ab Ende Juni von Albert Ballin einen IPO verlangen, wobei die TUI-Anteile vorrangig platziert würden.

Die Analysten würden die Transaktion zwiespältig sehen. Positiv werte man die Tatsache, dass relativ frühzeitig eine Einigung mit dem Konsortium erzielt und lediglich ein Discount von 2% zur letzten Transaktion vereinbart worden sei. Negativ sehe man hingegen, dass der vollständige Exit weiter auf sich warten lasse. Erst dann könnte TUI strategische Optionen (TUI Travel (ISIN GB00B1Z7RQ77/ WKN A0MWY8)-Aufstockung, M&A) angehen.

Die TUI AG-Zahlen von heute Morgen hätten die Analysten insgesamt nicht überrascht, so dass sie ihre Schätzungen auf operativer Ebene nicht anpassen würden. Etwas positiver seien sie hingegen für Hapag-Lloyd gestimmt. Q1 habe gezeigt, dass die Gesellschaft eine vergleichsweise robuste Performance in einem schwierigen Marktumfeld (Frachtraten: -8%, Bunker-Kosten: +43% yoy) aufweise. Außerdem lasse man die Hapag-Lloyd-Transaktion in die Analystenschätzungen einfließen.

Die Empfehlung der Analysten vom Bankhaus Lampe für die TUI-Aktie lautet unverändert "verkaufen". Sie würden nach der Anpassung ihrer Schätzungen das Kursziel von 5 EUR auf 5,50 EUR erhöhen. Nach dem Hapag-Lloyd-Deal sollte nun wieder vermehrt die operative Performance in den Vordergrund rücken. (Analyse vom 15.02.2012) (15.02.2012/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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