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Analysen - Ausland
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10.02.2012
ArcelorMittal spürt Eintrübung und gibt verhaltenen Ausblick
Nord LB
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Hannover (aktiencheck.de AG) - Holger Fechner, Analyst der Nord LB, stuft die Aktie von ArcelorMittal (ISIN LU0323134006/ WKN A0M6U2) von "halten" auf "kaufen" hoch.
Der Weltmarktführer habe in Q4/2011 die Folgen der Schuldenkrise deutlicher verspürt, als noch im Vorquartal. Einerseits seien zwar der Umsatz mit 22,449 Mrd. USD sowie das EBITDA mit 1,716 Mrd. USD im Rahmen Analysten- und allgemeinen Markterwartungen ausgefallen. Andererseits hätten hohe Restrukturierungskosten, Wertberichtigungen und hohe Steueraufwendungen belastet. Daher habe das EBIT in Q4/2011 lediglich bei 47 Mio. USD gelegen. Überraschend deutlich negativ sei der Konzerngewinn nach Steuern mit -1,0 Mrd. USD ausgefallen. Folglich habe der Konzern damit das schlechteste Quartalsergebnis seit zwei Jahren erzielt.
Wenngleich in Europa seit Anfang des Jahres wieder eine leicht anziehende Nachfrage und steigende Stahlpreise zu verzeichnen seien, bleibe der vom Management gegeben Ausblick vage. Für das H1/2012 werde mit einem EBITDA gerechnet, das unterhalb des Vorjahres, aber über dem Niveau von H2/2011 liegen solle.
Die Analysten sähen allerdings keinen Grund für den vom Management verbreiteten Pessimismus. Dazu würden sie gleich mehrer Gründe anführen: Einerseits würden die zuletzt veröffentlichten Frühindikatoren wieder eine Besserung der weltweiten Konjunkturaussichten andeuten. Andererseits hätten sich auch die letzten Konjunkturdaten aus Europa, den USA und China erfreulicher dargestellt. Zudem werde von ihnen eine weiter positive Entwicklung im Bereich Bergbau und eine deutliche Reduzierung des Verschuldungsgrads im Konzern gesehen.
Nach Ansicht der Analysten der Nord LB überwiegen trotz aller konjunkturellen Unsicherheiten derzeit die Chancen bei ArcelorMittal, weshalb sie bei einem von 15 EUR auf 21 EUR erhöhten Kursziel auch ihre Empfehlung für die Aktie von "halten" auf "kaufen" anheben. (Analyse vom 10.02.2012) (10.02.2012/ac/a/a)
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