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Analysen - Ausland
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10.02.2012
voestalpine von Kaufliste gestrichen
Erste Bank
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Wien (aktiencheck.de AG) - Franz Hörl, Analyst der Erste Bank, stuft die Aktie von voestalpine (ISIN AT0000937503/ WKN 897200) von "kaufen" auf "akkumulieren" herab.
Nachdem die Aktie im Januar stark gestiegen sei, hätten die Analysten die voestalpine trotz eines von EUR 31,50 auf EUR 32,50 leicht erhöhten Kurszieles von ihrer Kaufliste gestrichen. Sie würden eine enttäuschende Kapazitätsauslastung der Stahldivision in Q3 2011/12 erwarten, unterhalb der Guidance von 90% vom November. Schlechte Auslastung sowie niedrigere Stahlpreise bei gleichzeitig noch teuren Rohstoffkosten aus den lagernden Vorräten sollten im Ergebnis zum dritten Quartal ihren Niederschlag finden. Auch der Gesamtjahresausblick von EUR 900 Mio. EBIT sowie die sogar darüber liegenden Konsensusschätzungen würden dadurch ambitioniert wirken. Die Analysten würden nun für dieses Jahr ein niedrigeres EBIT von EUR 881 Mio. erwarten.
Die Analysten würden das niedrigere erwartete Ergebnis 2012 jedoch nicht dramatisch sehen, da der Abbau von Vorräten (sowohl auf Kundenseite als auch Walzbarren bei voestalpine) hauptverantwortlich für die schlechtere Auslastung im dritten Quartal gewesen sein sollte. Gleichzeitig würden sich die wichtigsten zyklischen Endkundenbranchen in Summe passabel entwickeln und einige industrielle Frühindikatoren hätten sich zuletzt etwas verbessert. Auch Wolfgang Eder habe in einem Interview kürzlich angemerkt, dass sich der Auftragseingang im Januar massiv verbessert habe.
Die Schätzungen der Analysten für die Folgejahre, insbesondere für 2012/13, würden deshalb sogar optimistischer ausfallen als zuletzt. Während sie kurzfristig kein großes Potenzial für die Aktie sehen würden, bleibe sie mittel- und langfristig weiterhin attraktiv.
In Summe lautet die neue Empfehlung der Analysten der Erste Bank für die voestalpine-Aktie daher auf "akkumulieren". (Analyse vom 10.02.2012) (10.02.2012/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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