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Analysen - Ausland
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10.02.2012
Barry Callebaut einfach zum Anbeißen
boerse.de-Aktienbrief
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Rosenheim (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "boerse.de-Aktienbrief" nutzen das vorliegende Nachkaufsignal zur ersten Basisdepotaufnahme der Aktie von Barry Callebaut (ISIN CH0009002962/ WKN 914661).
Das Unternehmen sei 1996 entstanden, als sich die Schokoladehersteller Callebaut und Cacao Barry zusammengeschlossen hätten. Obwohl der Konzern seinen Sitz heute in der Schweiz habe, lägen die eigentlichen Wurzeln deshalb in Belgien bzw. im Frankreich des 19. Jahrhunderts. So sei Cacao Barry bereits 1842 gegründet worden und acht Jahre später habe Eugenius Callebaut im belgischen Wieze begonnen, Bier zu brauen. Ab 1911 habe sein Unternehmen auch Schokoriegel produziert, die sich in der Folgezeit schnell zur neuen Haupteinnahmequelle entwickelt hätten.
Heute sei Barry Callebaut mit 40 Produktionsstätten in Europa, Amerika, Afrika und Asien die weltweite Nummer eins im Schokoladegeschäft. Im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten werde dabei die gesamte Produktionskette vom Kakao-Anbau bis zur Schokoladeherstellung abgedeckt. Rund um den Globus würden derzeit mehr als 6.000 Angestellte in 27 Ländern für den Süßwaren-Hersteller arbeiten.
Die meisten Kunden kämen heute nur noch indirekt mit Produkten aus dem Hause Barry Callebaut in Kontakt, da das Endverbrauchergeschäft mittlerweile abgestoßen worden sei. Von 2002 bis 2011 habe bspw. die deutsche Stollwerck-Gruppe mit so bekannten Marken wie Alpia oder Sarotti zum Konzern gehört. Stattdessen würden sich die Schweizer nun vollkommen auf gewerbliche Abnehmer wie Chocolatiers, Bäckereien, Gastronomiebetriebe, Hotels oder Caterer sowie industrielle Nahrungsmittelhersteller konzentrieren.
Letzteren sei die komplette Abdeckung aller Prozesse der Schokoladeherstellung oft zu aufwendig, sodass lieber Produkte von Barry Callebaut weiterverarbeitet würden. Dadurch verfügt das Unternehmen über einen namhaften Abnehmerkreis. Die US-Kette Green Mountain Coffee (ISIN US3931221069/ WKN 887856) vertraue bspw. ebenso auf Qualität aus der Schweiz wie die Nahrungsmittelgiganten Kraft Foods (ISIN US50075N1046/ WKN 655910) (Milka), Unilever (ISIN NL0000009355/ WKN A0JMZB) (Langnese, Ben & Jerrys) oder Nestlé (ISIN CH0012056047/ WKN 887208) (KitKat, Smarties).
Rund 23% der Umsätze würden mittlerweile übrigens in Schwellenländern erwirtschaftet. Dort habe Barry Callebaut zuletzt einen Kakaoproduzenten in Malaysia erworben und ein Joint Venture in Indonesien, dem drittgrößten Kakao-Anbauland der Erde, gegründet. Im Geschäftsjahr 2010/11, das zum 31. August geeendet habe, habe der Konzern einen Umsatz von 4,6 Milliarden Schweizer Franken erzielt. Der Gewinn habe dabei aufgrund eines negativen einmaligen Steuereffekts 177 Mio. Franken (-30%) betragen.
Die Barry-Callebaut-Aktie dürfte hierzulande ähnlich unbekannt sein wie deren Schokolade. Dabei handle es sich um ein grundsolides Langfristinvestment. Denn bei unterdurchschnittlichem Risiko - die Verlust-Ratio betrage 2,28 - seien seit Anfang 2002 im Mittel stolze 21% p.a. aufgesattelt worden(Gewinnkonstanz: 88%; Dividendenrendite aktuell: 1,6%). Da die All-Time-Highs in den vergangenen Wochen kontinuierlich nach oben geschoben worden seien, habe es für die Experten bislang noch keine Gelegenheit zum Einstieg gegeben.
Doch durch die jüngste Verschnaufpause im Januar liegt gemäß der Einstiegsstrategie nun ein Nachkaufsignal vor, das die Experten von "boerse.de-Aktienbrief" zur ersten Basisdepotaufnahme der Aktie von Barry Callebaut nutzen. Rechnerisch eröffne sich in den kommenden fünf Jahren immerhin eine Kurschance von 152%! (Ausgabe 259 vom 08.02.2012) (10.02.2012/ac/a/a) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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