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News - Marktberichte
09.02.2012
Börsen in BRIC: Uneinheitlich, Lenovo im Blick
aktiencheck.de

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Sao Paulo (aktiencheck.de AG) - Der DAXglobal BRIC Index (ISIN DE000A0C4CK9/ WKN A0C4CK) verzeichnet im bisherigen Donnerstaghandel Verluste. Der Auswahlindex, der die Performance der vier größten Schwellenländer der Welt abbildet, verschlechtert momentan um 0,42 Prozent auf 431,37 Punkte.

Der brasilianische Leitindex Bovespa (ISIN BRIBOVINDM18/ WKN A0JZEM) konnte am Mittwoch trotz der letztendlich leicht positiven Entwicklung an der Wall Street seine anfänglichen Zugewinne nicht verteidigen und ging schließlich mit einem Wertverlust von 0,13 Prozent auf 65.831,16 Zählern aus dem Handel. Banco do Brasil konnten sich allerdings dem insgesamt leicht negativen Trend widersetzen und verteuerten sich um 0,6 Prozent. Für Vale ging es daneben um 0,7 Prozent nach unten, während sich Petrobras ebenfalls um 0,7 Prozent verbilligten.

Nach den deutlichen Zugewinnen vom Vortag waren an den chinesischen Aktienmärkten heute kaum Veränderungen auszumachen. Der Shanghai Composite rettete am Ende ein kleines Plus von 0,09 Prozent auf 2.349,59 Punkte über die Ziellinie. Etwas schlechter lief es in Hongkong für den Hang Seng (ISIN HK0000004322/ WKN 145733), der um 0,04 Prozent auf 21.010,01 Stellen nachgab. Damit konnte allerdings die Marke von 21.000 Zählern verteidigt werden. Im Blickfeld der Investoren standen dabei vor allem diverse Konjunkturdaten. Die chinesischen Verbraucherpreise sind im Januar 2012 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde mit beschleunigtem Tempo angestiegen. Demnach kletterten die Lebenshaltungskosten gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,5 Prozent, nach 4,1 Prozent im Dezember. Damit hat sich die Inflation nach fünf Rückgängen in Folge erstmals wieder beschleunigt. Die chinesischen Erzeugerpreise verbuchten derweil im abgelaufenen Monat erneut einen Zuwachs, der jedoch schwächer ausfiel als noch im Vormonat. So zogen die Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahresmonat nur noch um 0,7 Prozent an, während Volkswirte im Vorfeld mit einem Plus von 0,8 Prozent gerechnet hatten. Davor war das Preisniveau im Dezember noch um 1,7 Prozent angestiegen. Der Pkw-Absatz in China lag schließlich im Januar deutlich unter dem Vorjahresniveau, wie der Herstellerverband China Association of Automobile Manufacturers heute mitteilte. Demnach schrumpfte die Verkaufszahl auf 1,16 Millionen Fahrzeuge, womit der Rekord aus dem Vorjahresmonat mit 1,5 Millionen Pkw um 24 Prozent verfehlt wurde. Gleichzeitig ging der Absatz von Kfz (einschließlich Lkw und Busse) um 26 Prozent auf 1,39 Millionen Einheiten zurück. Verantwortlich für diese starken Rückgänge war ein Kalendereffekt: So fiel eine Ferienwoche, die üblicherweise in den Februar fällt, dieses Jahr schon in den Januar. Beim Blick auf die Einzelwerte fielen heute die Aktien des Internet-Unternehmens Tencent mit einem Aufschlag von 1,9 Prozent ins Auge. Die Anteilsscheine des Börsenbetreibers HKEX kletterten sogar um 2,9 Prozent nach oben. Lenovo (ISIN HK0992009065/ WKN 894983) legten indes um 3,8 Prozent zu. Der Computerkonzern meldete heute nach Börsenschluss, dass er seinen Gewinn dritten Quartal deutlich gesteigert hat, was mit gewonnenen Marktanteilen zusammenhängt. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Der den Aktionären zurechenbare Gewinn belief sich auf 153,5 Mio. US-Dollar, gegenüber einem Vorjahresgewinn in Höhe von 99,7 Mio. US-Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 130,2 Mio. US-Dollar ausgegangen. Der Umsatz kletterte um 44 Prozent auf 8,37 Mrd. US-Dollar. Schließlich gab es noch eine Nachricht zu Alibaba.com (ISIN KYG017171003/ WKN A0M5W0). Der Betreiber der gleichnamigen E-Commerce-Website will einem Medienbericht zufolge die vom US-Konzern Yahoo! (ISIN US9843321061/ WKN 900103) gehaltene 40-prozentige Beteiligung zurückkaufen.

Aus Russland werden auch heute wieder grüne Vorzeichen gemeldet. So legt der Leitindex RTS im Donnerstaghandel aktuell um 0,24 Prozent auf 1.647,41 Stellen zu. Angetrieben wird der Index dabei unter anderem von der Aktie der Sberbank, die sich um 0,9 Prozent verteuert. LukOil verbessern sich daneben um 0,4 Prozent, während Gazprom um 0,6 Prozent zulegen.

In Indien waren die Anleger heute erneut mehrheitlich auf der Käuferseite. Der Leitindex SENSEX (ISIN XC0009698199/ WKN 969819) klettert momentan um 0,70 Prozent auf 17.830,75 Punkte nach oben. Auf dem ersten Platz der Gewinnerliste des SENSEX finden sich dabei die Anteilsscheine des Kupferunternehmens Sterlite Industries mit einem Zugewinn von 4,6 Prozent wieder. Auf dem zweiten Platz geht es für Jindal Steel um 3,8 Prozent nach oben. Automobilwerte stehen ebenfalls hoch im Kurs. So fahren Tata Motors um 2,6 Prozent vor, während sich gleichzeitig Mahindra & Mahindra sowie Maruti Suzuki um 2 bzw. 0,2 Prozent verteuern. Ganz oben auf dem Verkaufszettel der Investoren stehen indes Sun Pharma mit einem Abschlag von 1,4 Prozent. Hindalco Industries geben nach ihrem gestrigen deutlichen Aufschlag heute um 1,3 Prozent nach. (09.02.2012/ac/n/m)


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