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Analysen - TecDAX
07.02.2012
AIXTRON Zahlen von Veeco bilden getrübte Lage der LED-Industrie ab
Warburg Research

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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Malte Schaumann, Analyst von Warburg Research, stuft die Aktie von AIXTRON (ISIN DE000A0WMPJ6/ WKN A0WMPJ) weiterhin mit "verkaufen" ein.

Veeco (ISIN US9224171002/ WKN 896007) habe gestern nach Börsenschluss Zahlen für Q4/2011 berichtet. Hier sei ein Read-Across für AIXTRON: Die Umsatz- und Ergebniszahlen hätten in Q4 im Rahmen der Schätzungen gelegen (Umsatz USD 191,7 Mio. vs. erwartet USD 193 Mio. und bereinigte EPS von USD 0,72 im Vergleich zu geschätzten USD 0,67). Dies untermauere die Annahme der Analysten, dass AIXTRON das Umsatzziel von EUR 600 bis 650 Mio. (Q4: EUR 129 Mio. bis 179 Mio.) und eine EBIT-Marge von 25 bis 30% erreicht. Aufgrund von Verlusten auf Hedgingpositionen nach der Stärke des USD werde derzeit erwartet, dass das EBIT nur das untere Ende der gegebenen Spanne übertreffe (es sei denn, der Umsatz liege am oberen Ende). AIXTRON habe die Veröffentlichung endgültiger Zahlen 2011 auf den 1. März angesetzt (keine Bekanntgabe von vorläufigen Zahlen erwartet).

Mit einem Q1-Umsatz im Bereich von USD 115 bis 140 Mio. (Konsens: USD 143 Mio.) und EPS in Höhe von nur USD 0,13 bis 0,34 (USD 0,36) habe Veecos Q1-Guidance die Prognosen deutlich verfehlt. Dies reflektiere klar das getrübte Umfeld im LED-Sektor mit Auftragseingängen auf dem niedrigsten Niveau seit Q2/2009 (Veeco Q4 MOCVD-Auftragseingang USD 59 Mio. ggü. USD 221 Mio. in Q4/2010) und einer weiteren Verschiebung von Auslieferungsterminen seitens der Kunden.

Angesichts der Überkapazitäten von ca. 40% dürfte eine Erholung des Auftragsniveaus in den nächsten zwei Quartalen sehr unwahrscheinlich sein. Diese Einschätzung werde auch durch Veecos Management geteilt, das erwarte, dass die "MOCVD-Aufträge über mehrere Quartale belastet werden könnten". Zudem liege der Fokus der Kunden zunehmend auf der Verwendung größerer Wafergrößen, die hinsichtlich der Produktivität enorme Vorteile böten. Veeco habe bekannt gegeben, dass Epistar (normalerweise ein wesentlicher AIXTRON-Kunde) und LG Siltron Ausrüstung für die Entwicklung von GaN-on-Silicon, einer wichtigen Technologie zur Kostenreduzierung und für die Verwendung von größeren Wafern (Siliziumwafer seien wesentlich billiger als die derzeit verwendeten Saphirwafer, insbesondere bei zunehmender Größe) bestellt hätten. Diese Entwicklung sollte mittelfristig Teile einer wachsenden Nachfrage absorbieren.

Die Visibilität sollte vorerst niedrig bleiben, da sich die Auslastungsquoten deutlich erholen müssten, um einen weiteren Investitionszyklus auszulösen. Dies könnte zu einer verhaltenen Guidance von AIXTRONs Management für das laufende Jahr führen. Da die Analysten ohnehin mit einer Verringerung der Konsensschätzungen rechnen würden (EBIT-Schätzungen ca. 30 bis 35% unter Konsens) sei weiterer negativer Newsflow zu erwarten.

Damit lassen die Analysten von Warburg Research ihr Kursziel von EUR 10,00 und die Verkaufsempfehlung für die AIXTRON-Aktie vorerst unverändert. (Analyse vom 07.02.2012) (07.02.2012/ac/a/t)

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