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Analysen - Marktberichte
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03.02.2012
Globale Aktienmärkte Aufwärtstrend dauert an
Erste Bank
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www.optionsscheinecheck.de
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Wien (aktiencheck.de AG) - Der Aufwärtstrend an den Märkten dauert an, berichten die Analysten der Erste Bank.
Fast alle wichtigen Leitindices hätten in der letzten Woche zulegen können. Der STOXX 600 (ISIN EU0009658202/ WKN 965820) sei um 0,9%, der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) um 0,5% und der Nikkei 225 (ISIN XC0009692440/ WKN 969244) um 0,3% gestiegen. Investoren würden sich aktuell besonders stark im Bereich der Zykliker positionieren. Diese Werte hätten sowohl in Europa als auch in den USA überdurchschnittliche Zuwächse erzielen können. Die Aktien der defensiven Sektoren Lebensmittel, Getränke und Pharma würden hingegen weiterhin relative Schwäche zeigen.
Die Volatilitätsindices (VIX, VDAX (ISIN DE000A0DMX99/ WKN A0DMX9)) würden weiter zurückgehen. Aktieninvestoren seien wieder verstärkt der Überzeugung, dass der aktuelle Aufwärtstrend noch länger Bestand haben werde.
Der Dollarindex falle ebenfalls deutlich zurück. Der Rückzug der Anleger aus dem vermeintlich sichereren Dollarraum halte demnach weiter an. Der europäische Bankenindex steige an. Nach einer dreifachen Bodenbildung sollte dieser Index in den nächsten Wochen stabil bleiben.
Der Luxusgüterhersteller LVHM (ISIN FR0000121014/ WKN 853292) schätzt seine Aussichten für dieses Jahr als "exzellent" ein. Der Umsatz des Unternehmens stieg im letzten Jahr um 16%, der Gewinn um 22%. Ein wichtiger Grund für diese Zuwächse war u.a. die erfreuliche Marktentwicklung in Asien.
Die Renditen von Staatsanleihen aus Deutschland, Japan und den USA würden voraussichtlich langfristig niedrig bleiben. Somit würden diese Wertpapieren unter Renditegesichtspunkten keine Konkurrenz zur Assetklasse Aktien darstellen. Beteiligungen an gut geführten Unternehmen würden attraktiver bleiben als Forderungen an Staaten.
Die Renditen der 10-jährigen portugiesischen Staatsanleihen hätten am Freitag kurzfristig das Niveau von 18% überschritten. Eine geringe Entspannung sei danach eingetreten, die Renditen hätten zuletzt aber nochmals höher gestanden als in der Vorwoche.
Die geplante Fusion der Rohstofffirmen Xstrata (ISIN GB0031411001/ WKN 552834) und Glencore (ISIN JE00B4T3BW64/ WKN A1JAGV) sei ein Zeichen für einen kurzfristig überhitzten Rohstoffmarkt. Auch das IPO von Glencore im März vergangenen Jahres habe in der Nähe des Hochs beim Reuters/Jefferies Rohstoffindex stattgefunden und die Glencore-Aktie habe ihren Ausgabepreis bis jetzt nicht wieder erreicht.
Die internationalen Aktienmärkte würden sich wieder in einem mittelfristigen Aufwärtstrend befinden. Die zuletzt gemeldeten Unternehmensergebnisse seien besser als die meisten Konjunkturpessimisten vor Monaten noch vermutet hätten. Die relativ hohen Dividendenrenditen würden den Aktienmarkt unterstützen, der kurzfristig etwas überkauft sei und voraussichtlich eine kleine Konsolidierungsphase einlegen werde. (03.02.2012/ac/a/m)
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