|
News - Marktberichte
|
01.02.2012
Börsen in BRIC: Uneinheitlich, Russland weiter stark
aktiencheck.de
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Sao Paulo (aktiencheck.de AG) - Trotz eher durchwachsener Vorgaben aus den USA kann sich der DAXglobal BRIC Index (ISIN DE000A0C4CK9/ WKN A0C4CK) im bisherigen Mittwochhandel in der Gewinnzone behaupten. Der Index, der die Performance der vier größten Schwellenländer der Welt abbildet, verbessert sich momentan um 0,20 Prozent auf 423,79 Stellen.
Nach einem positiven Handelsstart rutschte der brasilianische Leitindex Bovespa (ISIN BRIBOVINDM18/ WKN A0JZEM) am Dienstag im Handelsverlauf zwischenzeitlich sogar in die Verlustzone ab. Zum Schluss gewannen dann aber die Käufer wieder die Oberhand und trieben den Index um 0,48 Prozent 63.072,31 Punkte nach oben. Die Industrieproduktion in Brasilien hat sich im Dezember 2011 mit beschleunigtem Tempo erhöht, teilte die Statistikbehörde IBGE gestern mit. Auf Monatssicht zog die Ausbringung um 0,9 Prozent an, nach einem Plus von 0,2 Prozent im November. Gegenüber dem Vorjahresmonat schrumpfte der Output um 1,2 Prozent. Im Gesamtjahr 2011 stieg die Industrieproduktion um 0,3 Prozent, nachdem sie in 2010 noch um 10,5 Prozent angewachsen war. Banco do Brasil gaben nach der zuletzt positiven Entwicklung gestern gegen den Trend um 0,7 Prozent nach. Dagegen ging es für Vale um 2,6 Prozent aufwärts, während Petrobras auf Vortagesniveau aus dem Handel gingen.
Nach den Aufschlägen vom Vortag ging es heute in China wieder nach unten. Dabei wurde die Stimmung der Investoren vor allem durch ein geringer als erhofft ausgefallenes Kreditwachstum belastet. Der Shanghai Composite verschlechterte sich um 1,07 Prozent auf 2.268,08 Zähler. Auch der Hang Seng (ISIN HK0000004322/ WKN 145733) rutschte in Hongkong gegen Handelsende noch in die Verlustzone ab und verabschiedete sich mit einem Minus von 0,28 Prozent auf 20.333,37 Stellen aus dem Handel. Der Einkaufsmanager-Index in China hat sich im Januar leicht verbessert. Wie aus einer Pressemitteilung der China Federation of Logistics and Purchasing hervorgeht, lag der Einkaufsmanager-Index im Berichtsmonat bei 50,5 Punkten, was gegenüber dem Vormonat einem leichten Anstieg von 0,2 Punkten entspricht. Bei den Einzelwerten standen die Papiere des Internet-Unternehmens Tencent mit einem Wertverlust von 3,2 Prozent deutlich unter Druck. Relativ gut verbunden waren unterdessen die Anteilseigner des nach Kundenzahlen weltgrößten Mobilfunkanbieters China Mobile. So konnte ihre Aktie gegen den insgesamt negativen Trend um 0,5 Prozent zulegen.
Weiterhin in guter Verfassung zeigt sich im bisherigen Mittwochhandel der russische Leitindex RTS, wenngleich die Zugewinne nicht so deutlich ausfallen wie gestern. So verbessert sich der Index zur Stunde um 0,86 Prozent und notiert bei 1.590,92 Punkten. Mit verantwortlich für den Aufschwung sind die Aktien der Sberbank, die um 1,6 Prozent zulegen. Gazprom verteuern sich daneben um 0,9 Prozent, während für LukOil ebenfalls ein Zugewinn von 0,9 Prozent zu Buche steht.
Der indische Leitindex SENSEX (ISIN XC0009698199/ WKN 969819) notierte im heutigen Handelsverlauf lange Zeit in der Verlustzone. Gegen Handelsende entscheiden sich die Investoren dann aber doch mehrheitlich für die Kaufseite. Aktuell geht es für den Index um 0,62 Prozent auf 17.300,58 Zähler nach oben. Das indische Handelsbilanzdefizit hat sich im Dezember 2011 nach Angaben des Handelsministeriums deutlich vergrößert. Demnach erhöhte sich der Passivsaldo auf rund 12,7 Mrd. US-Dollar, nach 8,0 Mrd. US-Dollar im Vorjahresmonat. Hierbei wuchsen die Exporte binnen Jahresfrist um 6,7 Prozent auf 25,0 Mrd. US-Dollar, während die Importe ein Plus von 19,8 Prozent auf 37,8 Mrd. US-Dollar verbuchten. Die Gewinnerliste im SENSEX wird zurzeit von den Anteilsscheinen von Jindal Steel angeführt, die sich um 6,4 Prozent verteuern. Daneben rücken Tata Steel um 4,1 Prozent vor. Erneut sehr schwach präsentieren sich Coal India. Für den Titel geht es am Indexende um 2,6 Prozent nach unten. (01.02.2012/ac/n/m)
|