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Analysen - DAX 100
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01.02.2012
Infineon Q1-Bericht 2011/12 etwas besser als erwartet
National-Bank AG
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www.optionsscheinecheck.de
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Essen (aktiencheck.de AG) - Steffen Manske, Analyst der National-Bank AG, stuft die Aktie von Infineon (ISIN DE0006231004/ WKN 623100) weiterhin mit "halten" ein.
Konjunkturelle Unsicherheiten sowie eine Kundenzurückhaltung in den Segmenten Power Management & Multimarket sowie Chip Card & Security hätten bereits im Herbst 2011 zu einer Gewinnwarnung geführt. Mit den heutigen Zahlen habe Infineon aber auf allen Ebenen etwas besser als erwartet abschneiden können. So seien die Umsätze im Jahresvergleich immerhin noch um knapp 3% gestiegen und die operative Marge habe mit 14,9% (Vorjahr 19,2%) deutlich den Marktkonsens von 14,0% übertroffen.
Infineon investiere mit 294 Mio. EUR unverändert auf hohem Niveau in Zukunftsentwicklungen der Bereiche Erneuerbare Energien, Elektromobilität und effizientere Stromversorgung, die aber bereits heute höhere Vorlaufkosten verursachen würden. Der Rückgang der Konzernergebnisse sei somit einerseits auf Umsatzrückgänge in einzelnen Segmenten bei generell höheren Kosten zurückzuführen.
Der Q2-Ausblick im Vergleich zum Q1 mit einem unveränderten bis leicht rückläufigen Umsatz und einem Margenrückgang um 1 Prozentpunkt deute noch keine Verbesserungen an. Jedoch erwarte Infineon im zweiten Halbjahr wieder ein Umsatzwachstum, womit der Konzern im Vergleich zum bisherigen Jahresausblick (Umsatzrückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich, operative Margeneintrübung auf ein Niveau im niedrigen bis mittleren Zehnerprozentsatz) wieder optimistischer in die Zukunft schaue.
Die Analysten der National-Bank AG belassen das Votum für die Infineon-Aktie aufgrund der dennoch recht hohen Unsicherheiten über den diesjährigen Geschäftsfortgang jedoch bei "halten". Sie erhöhen dank der besseren Ergebnisse und des zuversichtlicheren Ausblicks ihr Kursziel von 6,50 EUR auf 7,50 EUR. (Analyse vom 01.02.2012) (01.02.2012/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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