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Analysen - Ausland
06.09.2002
Axa neutral
Stadtsparkasse Köln

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Die Aktie der Axa S.A. (WKN 855705) wird sich nach Einschätzung von Analysten der Stadtsparkasse Köln marktkonform entwickeln.

Der französische Versicherungskonzern zähle zusammen mit der Allianz zu den führenden europäischen Versicherungsunternehmen und mit einem verwalteten Vermögen von 800 Mrd. Euro zu den weltweit sechs größten Asset Managern. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liege mit rund 60% des Beitragsaufkommens in Europa. Axa verfüge jedoch auch in Nordamerika und im asiatisch-pazifischen Raum über eine starke Marktposition. Auf der Produktseite werden 64,5% der Prämien im Leben- und 33,5% im Schaden-/Unfallbereich erzielt.

Axa habe in den ersten sechs Monaten den operativen Gewinn um 17% auf 1,02 Mrd. Euro gesteigert, der Nettogewinn sei hingegen um 32% auf 840 Mio. Euro zurückgegangen. Das Ergebnis aus dem laufenden Geschäft (inklusive außerordentlicher Posten) habe bei 1,15 Mrd. Euro gelegen und damit 25% niedriger als in der Vorjahresperiode. Die Goodwill-Abschreibungen seien von 320 auf 310 Mio. Euro zurückgegangen. Auf das Aktien-Portfolio seien 230 Mio. Euro abgeschrieben worden, dieser Effekt sei jedoch durch den Verkauf von Aktiva in Höhe von 440 Mio. Euro überkompensiert worden, so dass sich netto ein Kapitalertrag von 210 Mio. Euro ergeben habe. Die Kosten für die Terroranschläge vom 11. September 2001 seien um 90 auf 651 Mio. Euro erhöht worden. Die Schuldenratio habe man um 2% auf 47% senken können.

Der Umsatz einschließlich Finanzdienstleistungen sei bei vergleichbarem Konsolidierungskreis um 4,8% auf 40,1 Mrd. Euro gestiegen, dabei haben die Beitragseinnahmen aus der Personenversicherung 63% und aus der Sachversicherung 22% des Konzernumsatzes ausgemacht. In der Sparte Lebensversicherung sei das operative Ergebnis nach vorläufigen Zahlen leicht um 2% auf 0,89 Mrd. Euro gesunken, dahingegen sei das Ergebnis in der Schadenversicherung auf 0,23 Mrd. Euro verdoppelt worden, beim Asset Management und den übrigen Finanzdienstleistungen habe das Ergebnis unverändert bei 0,18 Mrd. Euro gelegen.

Axa-Chef Henrie de Castries wollte sich angesichts der volatilen Marktbedingungen nicht festlegen, ob das eigene Ziel, den operativen Gewinn um 20% zu steigern, realisierbar sei. Das Ziel sei unter der Prämisse "normaler" Marktbedingungen aufgestellt worden. Als Reaktion auf die Marktschwäche habe Axa ein Sparprogramm beschlossen, womit bis Ende 2002 konzernweit 700 Mio. Euro bis 1 Mrd. Euro eingespart werden sollen, wovon rund 250 Mio. Euro aus den USA kommen sollen. Axa begründe die Notwendigkeit von Einsparungen auch mit einer im Branchenvergleich hohen Kostenquote, die im Schaden- und Unfallbereich beispielsweise 32% betrage.

Die Rückversicherungssparte, bei der in 2001 ein Verlust von 350 Mio. Euro angefallen sei, solle bis Ende 2003 wieder profitabel werden. Andernfalls werde für diesen Geschäftsbereich eine Partnerschaft mit einem anderen Unternehmen oder ein Börsengang erwogen.

Die Axa Konzern AG habe mit der SEB AG einen Bankpartner gewonnen. Die Zusammenarbeit beschränke sich auf das gehobene Privatkundensegment. Über ihre bundesweit 30 Vermögensmanagement-Center biete die Axa künftig ausgewählte Produkte der Axa Lebens- & Krankenversicherung an.

Die Axa-Gruppe baue ihre internationale Präsenz kontinuierlich aus. Zur Strategie zähle, in jedem der Märkte, auf denen Axa auftrete, eine führende Rolle zu spielen. In Frankreich sei Axa die Nummer zwei unter den Lebensversicherern, in Großbritannien die Nummer vier und in Deutschland nehme Axa den sechsten Rang ein.

Axa sei in den Bereichen Altersvorsorge und Asset Management gut positioniert und sollte von einer möglichen Erholung an den Finanzmärkten aufgrund ihrer Kapitalmarkt orientierten Ausrichtung deutlich profitieren.

Angesichts des nach wie vor schwachen Kapitalmarktumfeldes und einer überdurchschnittlich hohen Abhängigkeit vom Aktienmarkt bleiben die Analysten der Stadtsparkasse Köln bezüglich den Axa-Aktien jedoch bei ihrem Votum "Marketperformer".



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