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Analysen - Ausland
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04.09.2002
Anheuser-Busch neutral
Stadtsparkasse Köln
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Aktie der Anheuser-Busch Companies Incorporation (WKN 865178) wird sich nach Einschätzung von Analysten der Stadtsparkasse Köln marktkonform entwickeln.
Das Unternehmen sei der bedeutendste Bierbrauer der Welt und zudem wichtiger Hersteller von Getränkebehältern aus Aluminium. Anheuser-Busch sei außerdem der global größte Recycler solcher Behälter. Als weiteres Standbein betreibe der Konzern zahlreiche Freizeitparks in Florida, Texas, Ohio und Kalifornien. Die Gesellschaft vertreibe ihre Produkte weltweit in über 80 Ländern und beschäftige mehr als 23.000 Mitarbeiter.
Ein hoher Bier-Absatz im wichtigen US-Markt habe Anheuser-Busch im zweiten Quartal zu einem 12%igen Gewinnsprung verholfen. So sei der Gewinn von 524 auf 587 Mio. USD bzw. 66 US-Cent je Aktie gestiegen. Für das Gesamtjahr erwarte die Gesellschaft nun einen Gewinnanstieg je Anteilsschein von 13 bis 14 Prozent. Der Netto-Umsatz sei um 5% auf 3,63 Mrd. USD geklettert.
Anheuser-Busch vertreibe weltbekannte Marken wie "Budweiser" und "Bud-Light". Im Juli 2001 habe der Konzern allerdings eine bittere Niederlage gegen die tschechische Brauerei Budvar im Streit um den Markennamen Budweiser hinnehmen müssen. So dürfe Anheuser-Busch in Deutschland kein Bier mehr mit dem Namen Budweiser auf den Markt bringen.
In den USA habe die Gesellschaft einen Biermarktanteil von circa 48 Prozent. Der Konzern sei zweitgrößter Freizeitparkbetreiber nach Walt Disney. Zu den Vergnügungsstätten gehören Busch Gardens, Sea World und zahlreiche Wasserparks.
Die Hauptkonkurrenten seien Adolph Coors, Heineken und Miller Brewing. Anheuser-Busch setze weltweit auf Kooperationen. So betreibe die Gesellschaft Joint Ventures in China, Japan, Mexiko und diversen südamerikanischen Ländern. Insgesamt sei der Bierproduzent in elf Ländern an in- und ausländischen Konkurrenten beteiligt.
95% des Umsatzes stammen aus dem Biergeschäft und verwandten Produkten, die restlichen 5% des Umsatzes erwirtschafte der Konzern mit der Sparte Freizeitparks. Das Unternehmen sei relativ unabhängig von Wechselkursschwankungen und weltweiten Wirtschaftskrisen, da ein Großteil des Umsatzes in den USA erzielt werde.
Das Biergeschäft sei in den USA zunehmend hart umkämpft. Trendige Importbiere und Produkte von US-Kleinbrauereien haben den großen Anbietern wie Anheuser-Busch in der Vergangenheit zu schaffen gemacht. Mittlerweile zeige sich aber, dass die Gerstensaftnachfrage in einer Wirtschaftsflaute doch etwas vom Produktpreis abhänge. Dies spüren besonders die im höheren Preissegment angesiedelten Biermarken aus dem Ausland sowie die Kleinproduzenten. Die Preissensibilität erweise sich für Anheuser-Busch als Vorteil, um im rauen Konjunkturumfeld besser als die Konkurrenz über die Runden zu kommen. Mit den mehr als 30 Biersorten sei der Branchenriese vor allem in der mittleren bis unteren Preisklasse gut positioniert.
Da Anheuser-Busch sehr unabhängig von der Konjunkturentwicklung sei, habe sich die Aktie trotz der weltweiten Turbulenzen in den vergangen Monaten gut entwickelt. So sollte sich das Geschäft auch in den kommenden Quartalen mit soliden Wachstumsraten präsentieren.
Aufgrund der relativ hohen Bewertung erwarten die Analysten der Stadtsparkasse Köln jedoch keine größeren Kursgewinne bei den Aktien von Anheuser-Busch mehr.
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