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Analysen - Neuer Markt
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16.09.2002
b.i.s. limitiert zugreifen
TradeCentre.de
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten von "TradeCentre.de" empfehlen bei den Aktien von b.i.s. börsen-informations-systeme (WKN 520470) limitiert zuzugreifen.
Die französische Fininfo halte bereits 54 Prozent der Anteile an der am Neuen Markt notierten b.i.s. börsen-informations-systeme. Aktuell könnten sich die Franzosen die restlichen 46 Prozent praktisch geschenkt unter den Nagel reißen. In der Kriegskasse des deutschen Anbieters von Finanzinformationsdienstleistungen würden per 30. Juni 6,3 Millionen Euro oder 2,52 Euro je Aktie liegen. Aktueller Kurs 2,50 Euro. Schulden habe das Unternehmen keine. Und die Kasse nehme eher zu als ab, da kein Cash mehr verbrannt werde. Firmenchef Jürgen Schrollinger schließe im Gespräch mit TradeCentre eine Übernahme grundsätzlich nicht aus. Konkrete Informationen würden dem studierten Betriebswirt aber nicht vorliegen. b.i.s. habe in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2001/02 per 30.9 einen Umsatz von 6,2 Millionen Euro erzielt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern sei nur noch minimal im Minus mit 0,11 Millionen Euro gelandet.
Im Jahr zuvor seien über vier Millionen Euro über den Jordan gegangen. Netto habe Schrollinger einen leichten Überschuss erzielt. Für das in Kürze endende Wirtschaftsjahr rechne der Manager mit Einnahmen von 8 bis 8,5 Millionen Euro und ein ausgeglichenes oder leicht negatives Nettoergebnis. Im kommenden Jahr sei es das Ziel den Umsatz mindestens zu halten. Unterm Strich wolle Schrollinger einen deutlichen Profit ausweisen. Vor allem könne das Unternehmen durch die enge Zusammenarbeit mit Fininfo weitere Kosten senken. Der Einkauf der Übertragung von Finanzdaten biete ein üppiges Einsparungspotential. Nach eigenen Angaben stabilisiere sich das Geschäft momentan. Fokus von b.i.s. liege vor allem bei institutionellen Anlegern. Beispielsweise habe die Deutsche Bank bereits zahlreiche Systeme installiert.
Außerdem decke sich gerade eine weitere deutsche Großbank mit den Systemen –im Zusammenhang mit der Einbindung der Eingebertasten- ein. Um wen es sich dabei handele, habe Schrollinger aber nicht verraten wollen. In Summa erhoffe sich das Unternehmen einen Profit davon, dass viele Institutionen Geld sparen müssten und sich von ihren teuren Reuters Systemen sukzessive trennen würden. Interessanterweise kooperiere b.i.s. mit ConSors. Der Direct Broker sei von der französischen BNP geschluckt worden. Auf der Kundenliste der hochprofitablen Fininfo stehe wiederum das Geldhaus. Auch an dieser Stelle dürfte die weitere Zusammenarbeit spannend bleiben.
Für die Aktie von b.i.s. spricht die Bewertung auf Cashbasis und die Übernahmefantasie durch die Franzosen, sowie die hohe Chance auf eine deutliche Verbesserung der Profitabilität im kommenden Geschäftsjahr, so die Analysten von "TradeCentre.de", sie empfehlen limitiert zuzugreifen.
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