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Analysen - TecDAX
24.01.2012
Software AG ein Übergangsjahr
Warburg Research

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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Andreas Wolf, Analyst von Warburg Research, stuft die Aktie der Software AG (ISIN DE0003304002/ WKN 330400) unverändert mit "halten" ein.

Die Software AG habe heute Q4-Zahlen vorgelegt. Um 9:30 Uhr habe eine Investoren- und Analystenkonferenz stattgefunden. Außerdem habe das Unternehmen die Guidance für 2012 veröffentlicht: Das Management rechne mit einem weiterhin stabilen Umsatz (währungsbereinigt +/-3%), einem Wachstum von 5 bis 15% bei BPE, -12 bis -7% bei ETS und einer unveränderten EBIT-Marge von 23 bis 24,5%.

Mit den Q4-Zahlen seien im Wesentlichen die von der Software AG bereits vorab veröffentlichten Zahlen am oberen Ende der gegebenen Bandbreite bestätigt worden. Durch eine besser als erwartete Kostenvariabilität sei die EBIT-Schätzung der Analysten übertroffen worden. Im Segment BPE ("Prozessoptimierung") sei ein währungsbereinigtes Wachstum von 3% auf EUR 151,2 Mio. erzielt worden.

ETS ("Cash Cow"-Datenbankgeschäft) sei um 24% auf EUR 99,7 Mio. gefallen, da die volumenstarken Lizenzdeals des Vorjahres in Brasilien nicht hätten kompensiert werden können. Zudem hätten ein oder zwei größere Transaktionen (geschätztes Volumen: EUR 9 bis 10 Mio.), die bereits in Q3 abgeschlossen werden sollten, offenbar auch in Q4 nicht abgeschlossen werden können.

Die Zahlen hätten zudem den 5%-Rückgang bei IDSC (hauptsächlich SAP-Consulting) auf EUR 43,1 Mio. bestätigt, den die Software AG hinnehme, um die Profitabilität in diesem Segment zu erhöhen.

Derzeit baue die Software AG eine Federal Unit auf, um die Möglichkeiten zu nutzen, die sich durch die öffentliche Hand ergeben würden. Darüber hinaus strebe die Software AG eine Erhöhung der Präsenz im Silicon Valley an, was auch bei anderen deutschen Unternehmen, die ihre Position in den USA hätten etablieren wollen, eine erfolgreiche Strategie gewesen sei.

Eine der jüngsten Akquisitionen sei Terracotta, ein Lösungsanbieter für unstrukturierte Daten auf Basis der JAVA und In-Memory-Technologie. Terracotta habe ihren Firmensitz im Silicon Valley. Dieser Plan dürfte ein schweres Gewicht auf den kleinen Schultern von Terracotta sein, die nur 15 Mitarbeiter gegenüber den ca. 5.500 Mitarbeitern der Software AG habe.

Der Newsflow sollte durch den Erfolg der Software AG in den USA bestimmt werden, der aus Sicht der Analysten entscheidend für die Wachstumsstory sei. Sollte sich dieser nicht einstellen, könnten die Übernahmespekulationen, die nach Veröffentlichung der vorläufigen Q4-Zahlen durch die Sofware AG offensichtlicher geworden seien, an Dynamik gewinnen.

Software AGs Systemintegrations- und Prozessoptimierungstechnologie gehöre stets zu den führenden und habe einen hohen Wert für strategische Käufer. Kurzfristig dürfte die Kursentwicklung durch die Q1-Zahlen determiniert werden, die angesichts eines Umsatz- und Ergebniswachstums von 9% bzw. 40% im Vorjahr eine hohe Hürde darstellen würden.

Die Analysten von Warburg Research bestätigt das "halten"-Rating für die Aktie der Software AG. Das Kursziel sehe man nach wie vor bei EUR 29. (Analyse vom 24.01.2012) (24.01.2012/ac/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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