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Analysen - DAX 100
23.01.2012
Aareal Bank immer profitabel - sogar während der Finanzkrise
Frankfurter Börsenbrief

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Detmold (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten vom "Frankfurter Börsenbrief" erscheinen bei der Aktie der Aareal Bank (ISIN DE0005408116/ WKN 540811) Kurse um 20 Euro machbar.

Die Aktie sei eine schöne Möglichkeit, eine Bankenspekulation mit verhältnismäßig geringem Risiko zu begleiten. Die Aareal Bank sei die drittgrößte börsennotierte Bank in Deutschland (nach der Deutschen Bank (ISIN DE0005140008/ WKN 514000) und der Commerzbank (ISIN DE0008032004/ WKN 803200)). Doch anders als die Branche sei sie in den vergangenen Jahren immer profitabel gewesen - sogar während der Finanzkrise. Daher könne man sie tatsächlich wie ein "gallisches Dorf in der Bankenlandschaft" sehen, wie es ein Mitarbeiter auf den Punkt bringe.

Zwar habe auch das Wiesbadener Institut in 2008 die Hilfe des SoFFin in Form einer stillen Einlage über 525 Mrd. Euro in Anspruch genommen, sowie auch Garantien im Volumen von 4 Mrd. Euro. Dies sei jedoch offensichtlich eher als eine Vorsichtsmaßnahme geschehen, da die Bank als Emittent von Schuldscheinen, Pfandbriefen und Schuldverschreibungen einen durchaus engen Bezug zur Marktstimmung und dem generellen Vertrauen der Investoren habe.

Hilfreich für die Bank sei die grundsätzlich eher konservative Strategie, denn man setze bewusst auf die Immobilie. Im Segment Strukturierte Immobilienfinanzierungen sei man Ansprechpartner bei Immobilienprojekten und dies auf drei Kontinenten. Dabei habe man verschiedene Expertenteams (z. B. Logistik- und Shoppingcenter-Finanzierungen). Das zweite strategische Standbein sei der Bereich Consulting/Dienstleistungen, hier biete man entsprechenden Service z. B. für die Wohnungswirtschaft und für gewerbliche Immobilienprojekte an. Darin enthalten sei z. B. die automatisierte Abwicklung von Zahlungsverkehrsströmen.

Die Aareal Bank sei also eher ein Nischenplayer - und dies sehr erfolgreich. Im ersten Dreivierteljahr 2011 sei eine Verbesserung von ca. 47% beim Betriebsergebnis zu verzeichnen gewesen. Die sog. Cost Income Ratio als Kenngröße für die Kosteneffizienz habe erneut verbessert werden können von 47,9% im entsprechenden Vorjahreszeitraum auf lediglich mehr 43,9%. Die Deutsche Bank habe bei der Aufwand-Ertrags-Relation im ersten Dreivierteljahr 2011 einen Wert von 73,3% präsentiert. Bei der Commerzbank habe das Kostenverhältnis im operativen Geschäft bei 82,1% gelegen.

Die Aktie sei sozusagen eine "Low-Risk"-Variante, um auf eine kurzfristige Erholung der Banken zu setzen. Versüßt werde das ganze durch eine beinahe absurde Bewertungslage. Das bilanzielle Eigenkapital sei nämlich per 30.09. bei 2.184 Mio. Euro und somit um grob 130% über dem derzeitigen Börsenwert (von etwa 942 Mio. Euro) angesiedelt gewesen. Das Sahnehäubchen sei die Charttechnik, die kurzfristig ebenfalls von der Timing-Seite ein positives Signal gebe.

Noch im ersten Halbjahr 2012 erscheinen bei der Aareal Bank-Aktie Kurse um 20,00 Euro machbar, so die Experten vom "Frankfurter Börsenbrief". Das Stopp-Loss-Limit sollte bei 11,75 Euro platziert werden. (Ausgabe 3 vom 21.01.2012) (23.01.2012/ac/a/d)


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