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Analysen - Marktberichte
20.01.2012
Globale Aktienmärkte abermals mit Zugewinnen
Erste Bank

www.optionsscheinecheck.de

Wien (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten Leitindices konnten in der letzten Woche abermals Zugewinne erzielen, so die Analysten der Erste Bank.

Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) sei um 1,5% gestiegen, die NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) um 2,3% und der STOXX 600 (ISIN EU0009658202/ WKN 965820) um 2,8%. Der derzeitige Aufschwung an den Märkten sei weiterhin von den zyklischen Sektoren getragen worden, während die nichtzyklischen Branchen eine klare Underperformance aufgewiesen hätten. Auch die Edelmetalle Gold (+0,4%), Silber (+0,7%), Platin (+2,1%) und Palladium (+5,1%) seien verstärkt nachgefragt gewesen. Brent-Öl habe um 2,9% tiefer notiert. Erdgas habe außergewöhnlich stark (-13,9%) verloren.

Die jüngsten Downgradings mehrerer Euro-Länder hätten keinen negativen Einfluss mehr auf die Aktienindices gehabt - diese Dinge seien offenkundig bereits in den Aktienkursen eingepreist. Die niedrigen Notierungen von Öl würden die aktuell positive Aktienmarktentwicklung unterstützen. Der EURO STOXX-Bankenindex (ISIN EU0009658426/ WKN 965842) habe sich über seiner technischen Unterstützungslinie
stabilisiert. Finanztitel seien zuletzt wieder verstärkt nachgefragt gewesen.

Die gestern gemeldeten Unternehmensergebnisse von Microsoft (ISIN US5949181045/ WKN 870747) und IBM (ISIN US4592001014/ WKN 851399) seien positiv gewesen. Während sich bei Microsoft die Verkäufe der Spielkonsolensparte gut entwickelt hätten, seien die Umsätze bei Betriebssystemen gesunken. Das sei nicht überraschend gewesen. Die Verkäufe von Office-Produkten seien hingegen leicht angestiegen. IBM und Intel (ISIN US4581401001/ WKN 855681) hätten positive Umsatzprognosen abgegeben. Google (ISIN US38259P5089/ WKN A0B7FY) habe ebenfalls erfreuliche Ergebnisse geliefert, wenn auch nicht ganz
so überragend, wie viele erwartet hätten. Der Volatilitätsindex VIX und der Dollar-Index seien zuletzt wieder gesunken, ebenso die Renditen italienischer Staatsanleihen.

Der US Economic Surprise Index, der den Überhang von positiven zu negativen Überraschungen von Wirtschaftsdaten widerspiegele, sei in den letzten Wochen auf das höchste Niveau seit einem Jahr gestiegen. Der volatile Index diene als guter Kontraindikator für den Aktienmarkt. Auf diesem hohen Niveau könnten die Überraschungen nämlich nur noch schwer positiver werden. Das Momentum der Veränderung des Index könne nur noch nach unten drehen.

Die Equity-Put-Call-Ratio in den USA erreiche 0,47. Ein so tiefer Wert sei zuletzt im Februar 2011 notiert worden. Das Sentiment sei also sehr bullish an den Optionsmärkten. Historisch habe der Equity-Put-Call-Ratio oft als guter Kontraindikator gedient. Dagegen sei der Put-Call-Ratio des S&P 100 ein Indikator für Smart Money und den Märkten oft vorlaufend. Der Index habe in den vergangenen Tagen nach unten gedreht. Man sehe die Entwicklungen des Economic Surprise Index und der Put-Call Ratios als bearishes Zeichen für Aktien.

In Summe würden derzeit die positiven Aspekte überwiegen. Der mittelfristige Aufwärtstrend bei Aktien bleibe bestehen, eine kurzfristige Abschwächung wäre nach dem mehrwöchigen Anstieg jetzt nicht ungewöhnlich. (20.01.2012/ac/a/m)



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