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News - Marktberichte
18.01.2012
Börsen in BRIC: Uneinheitlich, deutliche Zugewinne in Brasilien
aktiencheck.de

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Sao Paulo (aktiencheck.de AG) - Der DAXglobal BRIC Index (ISIN DE000A0C4CK9/ WKN A0C4CK) befindet sich im bisherigen Mittwochhandel wieder auf dem Rückzug, nachdem die Wall Street im späten Dienstaghandel einen Teil ihrer vorher deutlicheren Gewinne wieder abgeben musste. Der Index, der die Performance der vier größten Schwellenländer der Welt abbildet, verschlechtert sich momentan um 0,30 Prozent auf 413,48 Stellen.

Die Aktienmärkte in Brasilein zeigten sich auch am Dienstag in guter Verfassung und setzten ihren jüngsten Aufwärtstrend fort. So verbesserte sich der Leitindex Bovespa (ISIN BRIBOVINDM18/ WKN A0JZEM) am Ende um 1,15 Prozent und ging bei einem Stand von 60.645,90 Zählern aus dem Handel. Damit konnte die Marke von 60.000 Punkten, an der der Index am Vortag noch knapp gescheitert war, zurückerobert werden. Vale konnten deutlich überproportional um 4,1 Prozent zulegen. Der Konzern kündigte an, im laufenden Jahr zumindest 6 Mrd. US-Dollar an Dividenden zahlen zu wollen. Für Petrobras ging es unterdessen um 0,6 Prozent nach oben.

An den chinesischen Aktienmärkten war im Mittwochhandel keine einheitliche Tendenz auszumachen. In Shanghai nahmen die Investoren im Vorfeld des anstehenden Mondneujahrsfestes und vor dem Hintergrund eines schwachen Konjunkturausblicks der Weltbank Gewinne mit. Der Shanghai Composite verlor am Ende 1,39 Prozent auf 2.266,38 Stellen. Deutlich besser lief es hingegen in Hongkong, wo der Hang Seng (ISIN HK0000004322/ WKN 145733) nach einem starken Schlussspurt einen Zugewinn von 0,30 Prozent auf 19.686,92 Zähler über die Ziellinie rettete. Die Weltbank geht in ihrem Konjunkturausblick für 2012 zwar von einem langsameren, aber immer noch kräftigen Wirtschaftswachstum in China aus. Demnach sind von der weltweiten Krise auch die Schwellen- und Entwicklungsländer betroffen. In der Folge werde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Reich der Mitte in 2012 nur noch um 8,4 Prozent zulegen, nach 9,1 Prozent im vergangenen Jahr. Trotz der Wachstumsverlangsamung bleibt die Volksrepublik damit der globale Konjunkturmotor. Die chinesischen Häuserpreise haben sich derweil im Dezember 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde reduziert. So fielen die Immobilienpreise gegenüber dem Vormonat in 52 der insgesamt 70 beobachteten wichtigen Städten, darunter Peking, Shanghai und Guangzhou. Im November war in 49 Städten ein Rückgang festgestellt worden. Die staatlichen Maßnahmen zur Abkühlung des Immobiliensektors zeigen somit Wirkung. Die ausländischen Direktinvestitionen nach China sind schließlich im Dezember nach Angaben des Handelsministeriums mit gesunken. Gegenüber dem Vorjahresmonat gingen die Direktinvestitionen um 12,7 Prozent auf 12,2 Mrd. US-Dollar zurück. Davor waren sie im November um 9,8 Prozent geschrumpft. Im Gesamtjahr lagen die Direktinvestitionen mit 116 Mrd. US-Dollar um 9,7 Prozent über dem entsprechenden Vorjahresniveau. In 2010 war ein Plus von 17,4 Prozent ausgewiesen worden. Bei den Einzelwerten fiel die Aktie des Internet-Unternehmens Tencent mit einem Aufschlag von 2 Prozent ins Auge. Für die Anteilsscheine des Börsenbetreibers HKEX ging es daneben um 0,9 Prozent nach oben. Unter Druck standen unterdessen China Unicom mit einem Wertverlust von 3,3 Prozent, während China Telecom sogar 3,4 Prozent einbüßten.

Nachdem der indische Leitindex SENSEX (ISIN XC0009698199/ WKN 969819) im bisherigen Mittwochhandel um seinen Vortagesschlusskurs pendelte, sind aktuell leichte Abschläge von 0,09 Prozent auf 16.451,47 Punkte auszumachen. Die Gewinnerliste wird dabei von dem Öl- und Gasunternehmen Reliance Industries mit einem Aufschlag von 4,9 Prozent angeführt, während es für ONGC um 2,4 Prozent nach oben geht. Daneben haben Stahlwerte einen schweren Stand. So verschlechtern sich Tata Steel auf Platz eins der Verliererliste um 4,1 Prozent, während Jindal Steel ebenfalls überproportional um 0,6 Prozent an Wert einbüßen. Tata Motors, Maruti Suzuki und Mahindra & Mahindra fahren mit Abschlägen zwischen 1,1 und 2,8 Prozent ebenfalls hinterher.

Nach anfänglichen Verlusten gelang dem russischen Leitindex RTS im bisherigen Mittwochhandel bereits wieder der Sprung in die Gewinnzone. Momentan steht hier ein Aufschlag von 0,49 Prozent auf 1.483,61 Stellen zu Buche. Gazprom geben gegen den insgesamt positiven Trend um 0,2 Prozent nach, während es für LukOil um 0,4 Prozent nach oben geht. Bei Sberbank sind zurzeit Aufschläge von 0,8 Prozent auszumachen. (18.01.2012/ac/n/m)


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