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Analysen - Marktberichte
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16.01.2012
S&P 500 kurzfristig überkauft
Santander Bank
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Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) hat, bedingt auch durch die nicht so ausgeprägte Abwärtsbewegung, den Absturz der weltweiten Aktienmärkte im August letzten Jahres schneller verdaut als viele andere und notiert aktuell wieder fast auf dem Niveau wie davor, berichten die Analysten der Santander Bank im aktuellen "MarketFlash".
Nichtsdestotrotz würden aber auch auf den S&P 500 nun Widerstände aufwarten, bei denen es nicht leicht fallen werde, diese im ersten Anlauf zu überwinden. Zum einen sei der vorläufige Abwärtstrend, dessen obere Begrenzungslinie aktuell bei 1.314 Punkten (wöchentlich fallend) verlaufe, zu nennen. Zum anderen der markante Widerstand bei 1.364 Punkten, der im vergangenen Jahr die Aufwärtsambitionen deutlich begrenzt habe. Blicke man auf die derzeitige Verfassung der markttechnischen Indikatoren, werde es kein leichtes Unterfangen, diese Hürden zu nehmen. Zwar könnten sich die langfristigen Trendindikatoren etwas verbessern, dürften aber kaum ausreichen, vor allem den Widerstand bei 1.364 Punkten hinter sich zu lassen. Es müsse daher spätestens nach einem Anlauf auf den Widerstand bei 1.364 Punkten wieder mit nachgebenden Notierungen gerechnet werden.
Der vorläufige Aufwärtstrend (untere Begrenzungslinie aktuell bei 1.243 Punkten, wöchentlich steigend) dürfte dabei keinen großen Halt bieten, zumal der Neigungswinkel sehr steil sei. Daher dürfte die Unterstützung bei 1.219 Punkten, wenn nicht sogar die nachgelagerte Unterstützung bei 1.101 Punkten, eher das Ziel der Abwärtsbewegung darstellen. Vor allem die letztgenannte Marke sollte aber verteidigt werden können, um größere Korrekturen zu vermeiden. Davon gehe man aber aus, sodass spätestens von diesem Niveau aus der S&P 500 wieder zulegen sollte. Zum Jahresende seien dann Notierungen um 1.300 Punkte zu erwarten.
Kurzfristig dürfte sich die Aufwärtsbewegung weiter fortsetzen können, denn dafür würden die markttechnischen Indikatoren sprechen, die allesamt aufwärts gerichtet seien. Größere Sprünge seien aber aufgrund des zunehmenden Überkauft-Szenarios kaum zu erwarten, sodass bereits in den kommenden Handelswochen wieder mit nachgebenden Notierungen gerechnet werden müsse. Ob dies dann bereits der Beginn der erwarteten Abwärtsbewegung für das laufende Jahr sei, bleibe abzuwarten. Denn die mittelfristigen Impulse würden nach etwas leichteren Kursen durchaus wieder steigende erwarten lassen.
Der S&P 500 werde jedoch im laufenden Jahr Notierungen von 1.100 Punkten offenbaren müssen, um dann bis zum Jahresende wieder zulegen zu können. (Ausgabe vom 13.01.2012) (16.01.2012/ac/a/m)
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