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Analysen - Ausland
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13.01.2012
Microsoft kein Internet-Bezahlfernsehen
Frankfurter Tagesdienst
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www.optionsscheinecheck.de
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Detmold (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" raten bei der Aktie von Microsoft (ISIN US5949181045/ WKN 870747) nicht einzusteigen, solange sie sich unter 28 USD bewegt.
Aus den Plänen des Software-Unternehmens, über das Internet eine TV-Plattform zu betreiben, deren Inhalte von den Usern gegen eine monatliche Gebühr abgerufen werden könnten, werde wahrscheinlich nichts werden. Reuters habe am Mittwoch gemeldet, dass die Gespräche mit den Lizenzinhabern nicht zu einem erfolgreichen Abschluss hätten gebracht werden können.
Der Konzern habe demzufolge angedacht, auch Live-Sendungen und aktuelle Serien auszustrahlen. Die Forderungen der Lizenzinhaber seien ihm anscheinend zu hoch gewesen. In der Tat dürften Kabelbetreiber und Unterhaltungskonzerne wenig Interesse haben, ihr bisheriges Geschäftsmodell auf diesem Weg zu gefährden.
Die Aktieninhaber sollten sich wegen dieses Fehlschlags nicht grämen. Nach allem, was man über das Projekt bis jetzt in Erfahrung bringen könne, seien die Pläne ohnehin nicht dazu angetan gewesen, ein Kassenschlager zu werden. Das Scheitern im frühen Stadium erspare Microsoft ein mögliches Millionengrab. Ein reines Streaming-Angebot wäre nach Einschätzung der Experten nicht dazu angetan gewesen, den Kunden einen echten Mehrwert zu bieten. Die Wettbewerber böten einen vergleichbaren Service schon seit mehreren Jahren, die Reviere seien weitestgehend abgesteckt.
Das Wertpapier habe das Jahr 2012 mit einem fulminanten Kurssprung eröffnet. Seit Jahresbeginn habe es schon knapp sieben Prozent steigen und damit den Abschlag, den es in den vorangegangenen zwölf Monaten erlitten habe, innerhalb von nicht einmal zwei Wochen ausgleichen können. Aus charttechnischer Sicht sei der Befreiungsschlag trotz des kräftigen Anstiegs noch nicht gelungen.
Solange sich die Microsoft-Aktie unter 28 USD bewegt, brauchen sich Anleger über einen Einstieg keine Gedanken zu machen, so die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst". (Ausgabe 8 vom 12.01.2012) (13.01.2012/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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