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Analysen - Nebenwerte
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11.01.2012
PATRIZIA Immobilien starke Q4-Blockverkäufe
Warburg Research
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www.optionsscheinecheck.de
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Hamburg (aktiencheck.de AG) - Torsten Klingner, Analyst von Warburg Research, stuft die Aktie von PATRIZIA Immobilien (ISIN DE000PAT1AG3/ WKN PAT1AG) von "halten" auf "kaufen" hoch.
PATRIZIA Immobilien habe starke Q4-Zahlen veröffentlicht und die Ergebnisprognose für 2011 bestätigt.
Im Rahmen der Blockverkäufe seien in Q4 836 Einheiten überwiegend in München veräußert worden, was deutlich über der Analystenschätzung liege. In der Privatisierung seien der Erwartung entsprechend 222 Einheiten verkauft worden. Damit habe PATRIZIA Immobilien das ziemlich ambitionierte Umsatzziel von 1.800 Einheiten sogar leicht übertroffen. Die Einheiten in München seien an ein Family Office veräußert worden.
Darüber hinaus habe das Unternehmen die Ergebnisguidance eines operativen EBT von EUR 16 bis 17 Mio. bestätigt (Warburg Research-Erwartungen EUR 9,3 Mio., Konsens EUR 14,6 Mio.). Angesichts der wesentlich höheren als antizipierten Blockverkäufe bei einer geschätzten durchschnittlichen Ergebnismarge von 10% hätten die Analysten die EBT-Schätzung auf EUR 17 Mio. angehoben.
Nach Aussagen des Managements sollte PATRIZIA Immobilien 2012 das Ergebnisniveau von 2011 erreichen (EBT EUR 16 bis 17 Mio.), was im Rahmen der Analystenschätzung liege. Selbst im Falle von etwas niedrigeren Immobilienverkäufen sei dieses Ziel angesichts der zunehmenden Bedeutung des Service-Segments (steigende Ankauf- und Leistungsprämien) realistisch. Der Anteil am Ergebnisbeitrag sollte sich von ca. 30% in 2011 auf 40% in 2012 erhöhen (EUR 6,5 Mio., 2013e 50%), sodass sich damit die Visibilität von PATRIZIAs Geschäftsmodell sukzessive verbessere. Eine offizielle Guidance 2012 werde im Zusammenhang mit den endgültigen Zahlen Ende März erwartet.
Durch die Immobilienverkäufe hätten sich die Bankdarlehen in Q4 insgesamt um 18% auf EUR 690 Mio. verringert, was zu einer am oberen Ende von PATRIZIA Immobiliens Zielspanne (25 bis 30%) liegender Eigenkapitalquote von ca. 29% führe. Mit der verbesserten Finanzausstattung könne sich PATRIZIA Immobilien stärker auf Immobilienakquisition über Co- und Eigeninvestitionen in 2012 konzentrieren.
In Q1 sollte das Auktionsverfahren für das LBBW-Wohnimmobilienportfolio (22 Tsd. Einheiten) zu einem Ergebnis kommen. Nach Erachten der Analysten sei es wahrscheinlicher, dass aus politischen Gründen das lokale Konsortium um die Stadt Stuttgart den Zuschlag erhalte.
Die besser als erwarteten Immobilienverkäufe über Buchwert würden PATRIZIA Immobiliens Portfolioqualität und die Validität der Buchwerte des Immobilienbestands untermauern. Da sich immer noch 30% von PATRIZIAs Immobilien in München befinden würden, sollten die dynamischen Mieterhöhungen zu steigenden Preisen und einer unverändert guten Performance in der Privatisierung führen.
Das überarbeitete NAV-Modell führe zu einem fairen Wert von EUR 5 je Aktie (alt: 4,90).
Angesichts eines Kurspotenzials von knapp 40% stufen die Analysten von Warburg Research die PATRIZIA Immobilien-Aktie von "halten" auf "kaufen" herauf. Das Kursziel werde von EUR 4,90 auf EUR 5,00 erhöht. (Analyse vom 11.01.2012) (11.01.2012/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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