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Analysen - Nebenwerte
22.12.2011
SKW Stahl-Metallurgie EBITDA-Prognose für 2011 reduziert
Bankhaus Lampe

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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Marc Gabriel, stuft die Aktie von SKW Stahl-Metallurgie (ISIN DE000SKWM021/ WKN SKWM02) unverändert mit dem Rating "halten" ein.

Für das laufende Jahr erwarte das Unternehmen angesichts des sich abschwächenden konjunkturellen Umfelds zwar ein Ergebnis, das über dem Vorjahreswert von 28,8 Mio. EUR (EBITDA) liegen werde, jedoch sei die bisherige Prognose von 32 Mio. EUR beim EBITDA nicht erreichbar. Dabei berücksichtige SKW Stahl-Metallurgie auch die 1,3 Mio. EUR Strafzahlung an die Alzchem, die im vierten Quartal für den laufenden Rechtsstreit angefallen sei.

Für das kommende Jahr rechne der Konzern weiterhin mit einem EBITDA-Wachstum. Dieses Wachstum solle vorrangig durch die zu erwartenden verbesserten EBITDA-Beiträge der neuen Werke in Bhutan, Schweden und Russland sowie die Erweiterung der Anlage bei der Tochter Tecnosulfur in Brasilien erreicht werden. Die Analysten würden jedoch aufgrund der rückläufigen Produktion bei den europäischen Stahlproduzenten (Deutschland im November: minus 10% yoy) und der geringeren Kapazitätsauslastung (lt. World Steel Association bei 73,4% oder minus 2,6 PP zum Vorjahres-November) für das kommende Jahr aktuell allenfalls einen leichten Anstieg beim EBITDA von 1,8% aufgrund der o.g. Effekte sehen.

Insgesamt würden die Analysten ihre Gewinnerwartung wie nebenstehend reduzieren. Der Konzern sollte besser als 2008 auf eine Verschlechterung der Stahlkonjunktur vorbereitet sein, so dass man unverändert für 2012 mit einem positiven freien Cash-flow rechne. Die eigentliche Überschrift zur gestrigen Meldung sei gewesen, dass ab März 2012 Oliver Schuster seine Tätigkeit als Finanzvorstand bei SKW Stahl-Metallurgie aufnehmen werde.

Aktuell fehle den Analysten der Treiber für eine Outperformance der Aktie. Die Nachricht, dass sich der freie Cash-flow 2012 verbessern solle (BHL-2012e: 2,0 Mio. EUR), würden sie so deuten, dass es im aktuellen konjunkturellen Umfeld schwierig werde, einen positiven freien Cash-flows im kommenden Jahr zu erreichen. Dies dürfte jedoch die Grundvoraussetzung für eine mögliche Ausschüttung an die Aktionäre sein.

Das Unternehmen sehe sich als Dividendenwert und plane auch für 2011 eine attraktive Ausschüttung (2010: 0,50 EUR, BHL 2011e: unverändert) vorschlagen zu können. Dazu müssten die positiven freien Cash-flows kommen, was nicht unmöglich sei, zumal SKW Metallurgie besser auf eine Verschlechterung der Stahlkonjunktur vorbereitet sein sollte.

Das Kursziel sehen die Analysten vom Bankhaus Lampe bei 13,00 EUR (zuvor 14,00 EUR) und bestätigen ihre "halten"-Empfehlung die Aktie von SKW Stahl-Metallurgie. (Analyse vom 22.12.2011) (22.12.2011/ac/a/nw)



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