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News - Marktberichte
19.12.2011
Börsen in Asien starten mehrheitlich mit roten Vorzeichen in die neue Handelswoche
aktiencheck.de

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Tokio (aktiencheck.de AG) - Die asiatischen Börsen schlossen am Montag nach dem Tod des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Il und der damit verbundenen Sorge vor einer politischen Destabilisierung der Region mehrheitlich mit roten Vorzeichen in die neue Handelswoche. Der DAXglobal Asia (ISIN DE000A0LLPW4/ WKN A0LLPW), der die 40 größten Werte des aufstrebenden Asiens beinhaltet, verschlechtert sich aktuell um 0,89 Prozent auf 294,65 Punkte.

Erheblich unter Druck stand heute die Börse in Südkorea. So brach der südkoreanische Leitindex KOSPI am Ende um 3,43 Prozent auf 1.776,93 Stellen ein. Nach dem Tod des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Il fürchten viele Investoren nun eine politische Destabilisierung der Region. So hatte Südkorea seine Truppen in Alarmbereitschaft versetzt und eine Dringlichkeitssitzung des nationalen Sicherheitsrates angesetzt.

Auch in Japan ging es heute nach unten. Hier sorgte der Tod des nordkoreanischen Machthabers ebenfalls für deutliche Verunsicherung. Der Leitindex Nikkei (ISIN XC0009692440/ WKN 969244) fiel um 1,26 Prozent auf 8.296,12 Zähler. Etwas besser machte es der breiter gefasste Topix, der schließlich um 0,99 Prozent auf 716,38 Punkte nachgab. Unter den Einzelwerten fuhren Nissan Motor (ISIN JP3672400003/ WKN 853686) um 2,1 Prozent vor, nachdem der Automobilhersteller ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt hatte.

Unter Druck standen heute auch die Märkte in China, wenngleich hier gegen Handelsende die Abschläge noch verkleinert werden konnten. Der Shanghai Composite verlor 0,30 Prozent auf 2.218,24 Zähler. Deutlich größer fielen die Abschlage in Hongkong beim Hang Seng (ISIN HK0000004322/ WKN 145733) aus, wo es um 1,18 Prozent auf 18.070,21 Punkte nach unten ging. Die chinesischen Häuserpreise haben sich im November 2011 reduziert. Dies gab die nationale Statistikbehörde heute bekannt. Demnach schrumpften die Immobilienpreise gegenüber dem Vormonat in 49 der insgesamt 70 beobachteten wichtigen Städten. Im Oktober war in 33 Städten ein Rückgang festgestellt worden. Sinopec (ISIN CNE1000002Q2/ WKN A0M4XN) zieht einem Medienbericht zufolge eine Beteiligung am spanischen Ölkonzern Repsol YPF (ISIN ES0173516115/ WKN 876845) in Erwägung. So will sich der chinesische Raffineriebetreiber und Erdölkonzern den Angaben zufolge eine Beteiligung an dem spanischen Öl- und Erdgaskonzern sichern. Laut dem Bericht sucht der hoch verschuldete spanische Baukonzern Sacyr Vallehermoso (ISIN ES0182870214/ WKN 853624) derzeit nach einem Käufer für seine 20-prozentige Repsol-Beteiligung, um mehrere in den kommenden Tagen fällig werdende Kredite refinanzieren zu können. Wie es heißt, hätten zuletzt mehrere Berater des spanischen Baukonzerns Sinopec diesbezüglich kontaktiert. Dabei sei es um eine mögliche Übernahme eines 10-prozentigen Anteils an Repsol durch den chinesischen Raffineriekonzern gegangen, schreibt das Blatt. Das Papier verbilligte sich um 0,3 Prozent. In guter Verfassung zeigten sich daneben die Aktien des Internetunternehmens Tencent, die gegen den insgesamt negativen Trend um 0,7 Prozent zulegen konnten. Einen schweren Stand hatten unterdessen Banktitel. So verschlechterten sich beispielsweise Bank of China um 1,8 Prozent, während es für HSBC sogar um 2 Prozent nach unten ging. China Unicom (ISIN HK0000049939/ WKN A0RBTQ) konnte die Kundenzahl im November weiter steigern. So erhöhte sich die Zahl der Mobilfunkkunden im Bereich 3G-Services um 3,384 Millionen auf insgesamt 36,534 Millionen Kunden zum Ende des Monats November. Bei den so genannten 2G-Services erhöhte sich die Zahl der Mobilfunkkunden um 0,214 Millionen auf 159,439 Millionen. Bei den Festnetzanschlüssen wurde im Berichtszeitraum jedoch ein Rückgang um 0,593 Millionen auf insgesamt 93,704 Millionen verzeichnet. Die Zahl der Breitband-Internetanschlüsse erhöhte sich um 0,484 Millionen auf 55,533 Millionen. Die Aktie des Mobilfunkbetreibers gab um 1 Prozent nach.

Die Philippinen verzeichneten im dritten Quartal 2011 einen kleineren Leistungsbilanzüberschuss. Dies gab die Notenbank heute bekannt. So sank der Aktivsaldo auf 2,03 Mrd. US-Dollar. Davor war im entsprechenden Vorjahresquartal ein Überschuss von 3,39 Mrd. US-Dollar ausgewiesen worden. Hierbei kletterte das Defizit in der Handels- und Dienstleistungsbilanz auf 2,59 Mrd. US-Dollar, nach 834 Mio. US-Dollar im Vorjahresquartal.

Der indische Leitindex SENSEX (ISIN XC0009698199/ WKN 969819) verschlechtert sich derzeit um 0,72 Prozent auf 15.379,34 Zähler. Auf Platz eins der Gewinnerliste fahren derweil die Papiere des Automobilkonzerns Tata Motors um 4,4 Prozent vor. Unterdessen trennen sich die Anleger bevorzugt von den Aktien des Bau- und Maschinenbaukonzerns Larsen & Tourbo, die sich am Indexende um 4,1 Prozent verbilligen.

Nikkei 225 (Japan): 8.296,12 (-1,26 Prozent) TOPIX (Japan): 716,38 (-0,99 Prozent) Hang Seng (China): 18.070,21 (-1,18 Prozent) Shanghai Composite (China): 2.218,24 (-0,30 Prozent) Seoul Composite KOSPI (Südkorea): 1.776,93 (-3,43 Prozent) SENSEX (Indien): 15.379,34 (-0,72 Prozent) JSX (Indonesien): 3.770,29 (+0,05 Prozent) STI (Singapur): 2.618,09 (-1,55 Prozent) (19.12.2011/ac/n/m)


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