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Analysen - Ausland
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16.12.2011
Telekom Austria profitiert von Umstrukturierungsplänen seitens Ronny Pecik
Erste Bank
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Wien (aktiencheck.de AG) - Die Analystin der Erste Bank, Vera Sutedja, stuft die Aktie der Telekom Austria (ISIN AT0000720008/ WKN 588811) nach wie vor mit dem Rating "verkaufen" ein.
Telekom Austrias neuer Investor Ronny Pecik habe in Zeitungsinterviews gesagt, er wolle seinen Anteil von den jetzigen 15,81% weiter erhöhen. Laut dem Nachrichtenmagazin "Format" wolle Pecik nächste Woche verkünden lassen, die 20% Marke erreicht zu haben. Angestrebt würden 25%, habe Pecik gesagt. Er fordere vier Sitze im Aufsichtrat (inklusive seinem eigenem). Das sei die Hälfte der gesamten acht Kapitalvertreter im Aufsichtrat.
Pecik wolle danach den Telekom Vorstand auf drei bis vier Köpfe ausweiten. Er habe gerade begonnen, Gespräche mit Kandidaten (alle aus der österreichischen Wirtschaft) zu führen. Noch vor der im Mai 2012 geplanten Hauptversammlung wolle er eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen. Pecik habe die Dividende der Telekom als zu hoch bezeichnet. Dazu habe er gesagt, Dividenden müssten vom Gewinn und nicht von der Substanz bezahlt werden. Die Analysten hätten die gleiche Meinung bezüglich der Dividende.
Laut Pecik gäbe es großes Interesse an seinem Telekom Paket, aber er werde derzeit nicht verkaufen. Format schreibe, die Telenor Gruppe habe Pecik anfangs EUR 11,30/Aktie angeboten, seien jetzt aber bereit nachzubessern. Ob dies auch wirklich so stimme, seien die Analysten nicht sicher. Die Telenor-Gruppe (ISIN NO0010063308/ WKN 591260) könnte schließlich direkt vom Markt um EUR 9/Aktie kaufen könnte. Die Nachtrichten über Peciks Pläne für die Telekom würden, nach Meinung der Analysten, den Aktienkurs wahrscheinlich noch weiter aufwärts treiben.
Die unveränderte "verkaufen"-Empfehlung der Analysten der Erste Bank für die Telekom Austria-Aktie basiert auf der Fundamentalanalyse des Unternehmens. Das Kursziel sehe man bei EUR 5,50. (Analyse vom 16.12.2011) (16.12.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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