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Analysen - DAX 100
15.12.2011
KUKA OEM's sind zu weitern Investitionen gezwungen
Bankhaus Lampe

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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Gordon Schönell, Analyst vom Bankhaus Lampe, bewertet die Aktie von KUKA (ISIN DE0006204407/ WKN 620440) nach wie vor mit dem Rating "kaufen".

KUKA habe im dritten Quartal die Analysten- sowie die Erwartungen des Marktes klar übertreffen können. Die Auftragseingänge würden sich in beiden Segmenten weiterhin auf einem hohen Niveau bewegen und keine wirkliche Abkühlung der Nachfrage zeigen.

Die letzte Wirtschaftskrise sei für die KUKA AG existenzbedrohend gewesen. Die Umsätze im Konzern seien um rund 30% zurückgegangen, was zu hohen operativen Verlusten geführt habe. Das bereinigte EBIT sei von 72,8 Mio. EUR auf -15,8 Mio. EUR (reported: 52,0 Mio. EUR auf -52,6 Mio. EUR) zurückgegangen. Zeitgleich habe das Management die Finanzierung neu aushandeln können. Das Management habe aber an der Kostenschraube gedreht und unter anderem Kapazitäten in Deutschland abgebaut und in Ungarn und Asien erhöht. In 2011 würden die Umsätze rund 4% über dem Niveau aus 2007 liegen. Das EBIT bereinigt um 10 Mio. EUR höhere F&E (+30%) werde rund 15% über dem 2007er-Niveau liegen.

KUKA profitiere derzeit vom Boom in der Automobilindustrie. Auch wenn 2012 voraussichtlich ein schwächeres Jahr für die OEM's werden werde, würden die Analysten erwarten, dass sich deren Capex unverändert auf einem hohen Niveau bewegen werde. Dazu trage der Kapazitätsaufbau in den Emerging Markets sowie eine steigende Modellvielfalt bei. Die Zahl der verschiedenen Modelle europäischer OEM's werde sich von 190 Modellen in 2011 auf 243 in 2015 (+28%) erhöhen (Quelle: Bertrandt AG). Damit würden einerseits mehr Nischen abgedeckt, andererseits werde verstärkt auf regionale Besonderheiten Rücksicht genommen.

Um in der hart umkämpften Industrie keine Marktanteile zu verlieren, könnten die OEM's sich keine Verzögerungen bei den Investitionen leisten. Nach zwei sehr guten Jahren seien sie auch in einer guten finanziellen Verfassung. Die Automatisierung von Arbeitsprozessen könne möglicherweise einer der zukünftigen Mega-Trends innerhalb des Maschinenbaus werden. Begünstigt werde diese Entwicklung durch steigende Lohnkosten in den Emerging Markets sowie durch höhere Ansprüche an die Qualität in diesen Ländern gefertigter Produkte.

Auch wenn die Analysten erwarten würden, dass KUKA in 2012 einen leichten Umsatzrückgang hinnehmen müsse, sollten sich die Margen durch die Einführung der QUANTEC-Roboter sowie eine bessere Preisqualität im Anlagenbau steigern lassen. Daneben könnte ein (Teil)-Ausstieg aus dem Anlagenbau mit seinen niedrigeren Margen ein Treiber für die Aktie sein. KUKA würde sich zu einem reinen Roboterhersteller wandeln. Gleichzeitig würde dies wieder die Übernahmephantasie schüren. Auch wenn die Bewertung der Aktie mit KGV's2012/13 von 11 bzw. 12 nicht hervorsteche, biete der Titel nach Erachten der Analysten aufgrund eines anhaltend positiven Newsflow hinsichtlich der Capex-Entwicklung der OEM's eine Chance auf Outperformance.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe stufen die KUKA-Aktie unverändert mit dem Rating "kaufen" ein. Das Kursziel werde weiterhin bei 16,00 EUR gesehen. (Analyse vom15.12.2011) (15.12.2011/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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