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Analysen - Ausland
14.12.2011
Nokia weniger schlimm als erwartet
Raiffeisen Centrobank

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Wien (aktiencheck.de AG) - Leopold Salcher und Christian Hinterwallner, Analysten der Raiffeisen Centrobank, stufen die Aktie von Nokia (ISIN FI0009000681/ WKN 870737) unverändert mit "halten" ein.

Auf bereinigter Basis habe das Unternehmen entgegen der Analystenschätzungen (EUR -0,02) einen Gewinn je Aktie von EUR 0,03 ausgewiesen. Hauptverantwortlich für die über den Erwartungen liegenden Ergebnisse seien weit über den Schätzungen liegende Verkaufszahlen bei einfachen Mobiltelefonen (+8% im Jahresvergleich auf 89,8 Mio. Stück vs. Konsensus von 78,7 Mio. Stück) und speziell auch bei den höherpreisigen Smartphones (-38% auf 16,8 Mio. Stück vs. Konsensus von 15,7 Mio. Stück) gewesen. Erfreulich sei in diesem Zusammenhang die bereinigte operative Ergebnismarge von 4,1% gewesen, der Markt habe mit -1,5% gerechnet.

Ungeachtet der Ankündigung, noch im laufenden Quartal Smartphones mit dem Windows mobile Betriebssystem auf den Markt zu bringen, erwarte Nokia die operative Marge trotz hoher Marketingaufwendungen zwischen einem und fünf Prozent (Konsensus: 1,3%).

Der Gesamtumsatz habe sich um 12,6% auf EUR 8,98 Mrd. reduziert (Analystenkonsensus: EUR 8,79 Mrd.). Der durchschnittliche Verkaufspreis je Mobiltelefon habe sich stark von EUR 65 auf EUR 51 reduziert und sei hier unter den Markterwartungen von EUR 54,4 geblieben.

Der dramatische Negativtrend in der Mobiltelefonsparte habe sich unvermindert fortgesetzt, der Spartenumsatz habe sich um 24,8% auf EUR 5,39 Mrd. reduziert. Besonders massiv seien die Marktanteilsverluste bei Smartphones gewesen, wo der Umsatz um 38,9% auf EUR 2,21 Mrd. zurückgegangen sei und das abgesetzte Volumen um 38,0% auf 16,8 Mio. Stück wiederum fast kollabiert habe.

Nokia habe mit seinen Zahlen zum dritten Quartal 2011 die Erwartungen dank guter Profitabilität in seiner Handsetsparte übertreffen können. Die jüngst mit sehr großem Marketingaufwand gelaunchten und auf dem Betriebssystem Windows Phone 7 von Kooperationspartner Microsoft basierenden Lumia-Smartphones hätten bislang verkaufsmäßig noch nicht wirklich überzeugen können. Die Analysten würden derzeit (noch) nicht ausschließen, dass Nokia eine positive Kehrtwende am Smartphone schaffen werde. Wenn dies gelingen solle, dann müssten sich erste Erfolge sehr bald einstellen.

Die Analysten der Raiffeisen Centrobank bewerten die Aktie von Nokia nach wie vor mit dem Rating "halten". (Analyse vom 13.12.2011) (14.12.2011/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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