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Analysen - Ausland
09.12.2011
Telekom Austria führt im Q4 2011 "Rechnungslegung für Hochinflationsländer" nach IAS 29 für Weißrussland ein
Erste Bank

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Wien (aktiencheck.de AG) - Die Analystin der Erste Bank, Vera Sutedja, stuft die Aktie der Telekom Austria (ISIN AT0000720008/ WKN 588811) unverändert mit dem Rating "sell" ein.

Die Telekom Austria werde die "Rechnungslegung für Hochinflationsländer" nach IAS 29 für Weißrussland im vierten Quartal 2011 einführen. Per 31. Dezember 2011 würden alle nicht monetären Vermögenswerte einmalig an die Inflationsentwicklung seit dem Zeitpunkt ihrer Anschaffung angepasst werden, was infolge zu einer Aufwertung führe.

Aus dieser Aufwertung resultierend erwarte die Telekom Austria Group, dass die Anwendung der "Rechnungslegung für Hochinflationsländer" gleichzeitig zu einer Abwertung (Impairment) in 2011 führen werde. Da die Zuschreibung der Vermögenswerte voraussichtlich die mögliche Abwertung überschreiten werde, führe die Anwendung der "Rechnungslegung für Hochinflationsländer" zu keiner Reduktion des Eigenkapitals der Telekom Austria Group.

Die Auswirkungen der Anwendung von IAS 29 seien wahrscheinlich nicht so schlimm wie befürchtet. Die endgültige Bilanz und der Gewinn/Verlust der Gruppe würden allerdings von der Inflationsraten, des BYR (Weißrussischer Rubel)/EUR-Wechselkurses und der Höhe der monetären Vermögenswerte per Ende Dezember 2011 beeinflusst.

Die Analysten der Erste Bank behalten ihre "sell"-Empfehlung für die Telekom Austria-Aktie bei. Der Aktienpreis werde, trotzt der schwachen Bilanz und Betriebsergebnisse des Unternehmens, weiter durch Nachrichten oder Spekulationen über Peciks Plan getrieben. Das Kursziel sehe man bei 5,50 EUR. (Analyse vom 09.12.2011) (09.12.2011/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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