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Analysen - DAX 100
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09.12.2011
HeidelbergCement Marge wird zum Sorgenkind
Der Aktionär
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Kulmbach (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom Anlegermagazin "Der Aktionär" halten die Aktie von HeidelbergCement (ISIN DE0006047004/ WKN 604700) für ein chancenreiches Investment.
Auch wenn ein Investment bei HeidelbergCement auf den ersten Blick nicht sonderlich attraktiv erscheine, lohne es sich jedoch, noch ein zweites Mal hinzuschauen. Der Konzern habe jüngst seinen Umsatz um 6,6% auf 3,62 Mrd. Euro steigern können. Wachstumstreiber seien die Geschäfte in Asien gewesen. Aber auch für die Region Afrika könne man eine überraschend gute Entwicklung vorweisen. Hier habe sich das Umsatzplus im dritten Quartal auf 8,5% belaufen.
Die Marge habe sich in der letzten Zeit zum Sorgenkind entwickelt. Die hohen Energie- und Rohstoffkosten würden hier eine belastende Rolle spielen. "Das wird ein Ziel für 2012 sein, die Margen im Zementgeschäft zu stabilisieren und zumindest teilweise zurückzuholen", so Vorstandschef Bernd Scheifele. Um dies zu erreichen, plane der Konzern Preiserhöhungen in allen wichtigen Märkten durchzusetzen. Des Weiteren sei die Erhebung von Treibstoffkostenzuschlägen angedacht.
Beim Kostensenkungsprogramm "Fox 2013" komme das Unternehmen schneller voran als angenommen. Bisher habe man die Kosten bereits um 251 Mio. Euro reduzieren können. Die Verschuldung sei somit auf 8,5 Mrd. Euro gesunken.
Eine weiterhin große Unbekannte für HeidelbergCement sei die Entwicklung der Konjunktur. Dabei erscheine eine Rezession nicht unmöglich. Allerdings müsse man sich hier die Frage stellen, wie viel von diesem Worst-Case-Szenario bereits im Kurs enthalten sei. Derzeit liege das KGV bei 9. Aus Expertensicht sei dieser Bewertungsabschlag nicht zu rechtfertigen.
Nach Meinung der Experten von "Der Aktionär" hat die Aktie von HeidelbergCement ein Kurspotenzial von 30%. Das Kursziel sehe man bei 42,00 Euro und ein Stopp sollte bei 27,00 Euro platziert werden. (Ausgabe 50) (09.12.2011/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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