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Analysen - Neuer Markt
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10.11.1999
Höft & Wessel Verfall übertrieben
AC Research
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www.optionsscheinecheck.de
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Als übertrieben bezeichnen die Analysten von AC Research den jüngsten Kursverfall der H&W-Aktie (WKN 601100) unter die Marke von 17 Euro.
Trotz der schlechten Nachrichten sei es für einen Verkauf des Papiers nun zu spät, das reinigende Kursgewitter habe bereits stattgefunden. Investoren sollten die Aktie erst einmal halten, zu einem Neueinstieg könne, aufgrund der bislang enttäuschenden Geschäftsentwicklung, aber noch nicht geraten werden. Grund für den mehr als 40-prozentigen Kursverfall seien die neuen Prognosen des Managements für die Jahre 1999 und 2000 gewesen. Diese sehen wie folgt aus (in DM):
Umsatz:
1999: 99,8 Mio. 2000: 135,0 Mio.
Ergebnis:
1999: -7,9 Mio. 2000: ausgeglichen
Als Gründe für die schwache Entwicklung habe das Unternehmen mehrere Faktoren angeführt, darunter die unerwartet schwache Entwicklung des Marktes für bargeldlose Zahlungssysteme sowie die stärker als erwartete allgemeine Kaufzurückhaltung aufgrund des "Millennium-Effektes". Dieser habe dazu geführt, dass die Einführung neuer Systeme derzeit von vielen Unternehmen zurückhaltender als erwartet behandelt werde, so dass eine Reihe von kundenseitig für 1999 geplanten Investitionen erst nach dem Jahrtausendwechsel vorgenommen würden. Nach Auffassung von AC Research habe das Management mit der vorliegenden, neuen Prognose „reinen Tisch“ gemacht. Bis das Vertrauen des Marktes zurückgewonnen werde, könne es zwar noch eine Weile dauern, die jetzt vorgelegten Planzahlen seien aber bewußt konservativ ausgefallen und würden sogar noch Spielraum für positive Überraschungen beinhalten. Für eine allzu schnelle Kurserholung bestehe aber kein Anlaß, das verloren gegangene Vertrauen könne nur durch positive Geschäftszahlen im Jahr 2000 zurückgewonnen werden.
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