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News - TecDAX
06.12.2011
MorphoSys präsentiert mit Ylanthia die nächste Generation der Antikörpertechnologien
aktiencheck.de

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Martinsried (aktiencheck.de AG) - Der Biotechnologiekonzern MorphoSys AG (ISIN DE0006632003/ WKN 663200) hat am Dienstag erstmals mit der Ylanthia-Bibliothek die nächste Generation seiner Antikörpertechnologien präsentiert.

MorphoSys erwartet, dass Ylanthia einen neuen Standard in der Entwicklung von therapeutischen Antikörpern in der Pharmaindustrie in diesem Jahrzehnt und darüber hinaus prägen wird, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Pressemitteilung des Konzerns. "Ylanthia geht einen Schritt weiter als alle derzeitigen Antikörpertechnologien, unter denen bereits unsere HuCAL-Plattform den vermutlich erfolgreichsten Vertreter darstellt", erklärte Dr. Simon Moroney, Vorstandsvorsitzender der MorphoSys AG. "Wir sind davon überzeugt, dass die Erfolgsgeschichte der therapeutischen Antikörper noch deutlich ausgebaut werden kann, wenn bestimmte Hindernisse aus dem Weg geräumt werden. Ylanthia adressiert zahlreiche Faktoren, die den Erfolg dieser Medikamentenklasse derzeit noch begrenzen. Diese innovative Plattform bietet attraktive kommerzielle Chancen für MorphoSys durch eine ganze Reihe an künftigen Antikörpermedikamenten für uns und unsere Partner." Nach Aussage des Konzerns soll die kommerzielle Anwendung der Technologie im Jahr 2012 beginnen.

Die derzeit existierenden Technologien erschweren die erfolgreiche Entwicklung von therapeutischen Antikörpern nach Aussage von MorphoSys in zweierlei Hinsicht. Zum einen scheitern viele Antikörperprogramme in der späteren Entwicklung aufgrund mangelhafter biophysikalischer Eigenschaften, durch die der Wirkstoff als "nicht entwickelbar" eingestuft wird. Wenn ein Antikörper nicht in größerem Maßstab hergestellt werden kann oder sonstige Eigenschaften seine Handhabung negativ beeinflussen, sinken die Chancen einer erfolgreichen Kommerzialisierung. Zum anderen scheitern frühere Technologiegenerationen daran, Antikörper gegen alle möglichen Ansatzpunkte (Epitope) krankheitsrelevanter Zielmoleküle zu liefern. Dies kann nach Angaben des Konzerns dazu führen, dass höchst vielversprechende Zielmoleküle zu Unrecht verworfen werden. Ein Mangel an struktureller Vielfalt, also an Diversität bei der Generierung der Antikörper bedingt, dass nicht alle Möglichkeiten an ein aussichtsreiches Zielmolekül zu binden, ausgeschöpft werden und dessen Rolle im Krankheitsverlauf verkannt und mitunter unterschätzt wird. Die Ylanthia-Technologie wurde spezifisch darauf zugeschnitten, diese Hürden zu beseitigen.

"Bei Ylanthia haben wir, noch mehr als bei früheren Technologiegenerationen, darauf geachtet, die intrinsische Qualität der Antikörperbibliothek zu erhöhen", kommentierte Dr. Marlies Sproll, Forschungsvorstand der MorphoSys AG. "Indem wir die wenigen verbliebenen Schwachstellen adressieren, die zu Verzögerungen von Antikörperprogrammen führen können, erwarten wir, mit Ylanthia Zeitersparnisse bei der Entwicklung antikörperbasierter Medikamente und höhere Erfolgsraten zu erzielen. Die bislang unerreichte funktionelle Diversität von Ylanthia sollte es ermöglichen, alle Ansatzmöglichkeiten an ein krankheitsrelevantes Zielmolekül auszuschöpfen, mitunter einzigartige Wirkstoffkandidaten liefern und möglicherweise auch zur erneuten Betrachtung von krankheitsrelevanten Zielmolekülen führen, die mit anderen Technologien untersucht und fälschlicherweise ad acta gelegt wurden."

Die Aktie von MorphoSys notierte zuletzt bei 17,35 Euro. (06.12.2011/ac/n/t)


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