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Analysen - Ausland
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06.09.2002
RHI neutral
Erste Bank
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Die Analysten von Erste Bank stufen die Aktie von RHI (WKN 874182) mit "neutral" ein.
Mit der Abtrennung der verlustbringenden US-Unternehmen sei der Umsatz der RHI Gruppe im ersten Halbjahr 2002 um rund 30% gefallen. Im Gegensatz dazu habe jedoch das EBIT um 61% gesteigert werden können. Bei den Zinszahlungen zeige sich aufgrund der Anfang des Jahres mit den Banken erfolgten Kapitalrestrukturierungsmaßnahmen eine deutliche Entlastung gegenüber 2001, so dass die RHI Gruppe in den ersten sechs Monaten des laufenden Wirtschaftsjahres 2002 wieder einen klaren Gewinn habe erwirtschaften können. Mit Ende Juni sei die Division Engineering verkauft worden. Die Dekonsolidierung der Division sei zu diesem Zeitpunkt erfolgt. Der aus dem Verkauf resultierende positive Liquiditätseffekt für RHI solle bei etwa 40 Mio. EUR liegen.
Mit den Kapitalrestrukturierungsmaßnahmen seien die aktuell zu bedienenden Finanzverbindlichkeiten Ende Juni auf etwas unter 440 Mio. EUR gedrückt worden. Bis Ende 2002 sei mit einer weiteren Senkung der Finanzverbindlichkeiten zu rechnen. Angesichts der positiven Entwicklung im ersten Halbjahr 2002 sei das Management optimistisch, das angepeilte EBIT Ziel von 71 Mio. EUR etwas übertreffen zu können. Basierend auf den bekannt gegebenen Halbjahreszahlen und einer von den Analysten in den aktuellen Schätzungen leicht angehobenen Zinslast für das Gesamtjahr 2002 würden sie ihre Gewinn pro Aktie-Schätzungen für 2002 von 1,82 EUR auf 1,73 EUR und für 2003 von 2,91 EUR auf 2,82 EUR revidieren.
Aufgrund der nach wie vor sehr hohen Verschuldung der RHI Gruppe, einem negativen Konzerneigenkapital und des noch sehr kurzen Zeitraums der Sanierungsaktivitäten, behalten die Analysten von Erste Bank, trotz der sich abzeichnenden Ertragsverbesserung, ihre vorsichtige Betrachtungsweise bei und bestätigen ihre Neutral-Empfehlung der RHI-Aktie.
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