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Analysen - DAX 100
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01.12.2011
Beiersdorf Konzernumbau wird forciert
Bankhaus Lampe
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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Heiko Feber, Analyst vom Bankhaus Lampe, bewertet die Aktie von Beiersdorf (ISIN DE0005200000/ WKN 520000) nach wie vor mit dem Rating "kaufen".
Beiersdorf strebe eine stärkere Regionalisierung an und wolle die Unternehmensstrukturen und -prozesse vereinfachen und optimieren. Die Verantwortlichkeiten zwischen der Zentrale, den Regionen und den Tochtergesellschaften würden neu geregelt.
In diesem Zuge solle sich die Zentrale auf strategische und globale Aufgaben fokussieren. Dies habe zur Folge, dass etwa 1.000 der ca. 18.000 Mitarbeiter abgebaut werden sollten, davon ca. 230 in Deutschland (hauptsächlich in der Zentrale). Beiersdorf verspreche sich von der Stärkung der Regionen eine schnellere Reaktion auf regionale Verbraucher- und Marktbedürfnisse. Dies solle sich positiv auf das Wachstum und die Ertragskraft auswirken.
Beiersdorf erwarte, dass der neue Maßnahmenkatalog in 2012 zu Einsparungen von 25 Mio. EUR führen werde. Diese sollten dann über 75 Mio. EUR in 2013 ab 2014 einen Betrag von 90 Mio. EUR erreichen. Mit diesen erwarteten Effizienzsteigerungen würden zusätzliche Sonderaufwendungen in Höhe von 265 Mio. EUR einhergehen. Bislang habe man für das laufende Jahr Sonderaufwendungen in Höhe von 64 Mio. EUR unterstellt und keine für 2012.
Die Analysten würden nun für das laufende Jahr von Sonderaufwendungen in Höhe von 255 Mio. EUR ausgehen (Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte in China: 140 Mio. EUR; neue Restrukturierungsaufwendungen: 85 Mio. EUR; in 2010 angekündigte Restrukturierungsaufwendungen: 30 Mio. EUR).
Für 2012 würden die Analysten Sonderaufwendungen in Höhe von 40 Mio. EUR erwarten (30 Mio. EUR Rest aus 2010 und 10 Mio. EUR neu). Die Sonderbelastungen hätten zwar keine Auswirkung auf ihre Schätzung für das bereinigte EBIT in 2011 (unverändert 629 Mio. EUR), wohl aber auf ihre sonstigen Ergebniskennziffern. Per saldo würden die Analysten ihre EBIT- und EPS-Schätzungen für 2011 um etwa ein Drittel senken.
Die Analysten würden davon ausgehen, dass sich die von Beiersdorf erwarteten Effizienzsteigerungen nicht komplett im Ergebnis zeigen würden, sondern dass ein Teil davon in die Märkte investiert werde. Für 2012 würden sie erwarten, dass den Sonderbelastungen von 40 Mio. EUR Effizienzgewinne von 20 Mio. EUR gegenüberstünden. Entsprechend würden die Analysten ihre EBIT-Schätzung (reported) um 20 Mio. EUR senken. Ab 2013 sollte sich der Maßnahmenkatalog positiv im Ergebnis niederschlagen.
Für 2013 würden die Analysten davon ausgehen, dass von den erwarteten Effizienzgewinnen etwa 35 Mio. EUR im EBIT zu sehen sein würden, für 2014 würden sie mit einem positiven EBIT-Effekt von ca. 45 Mio. EUR rechnen. Die Analysten würden folglich ihre Schätzungen ab 2013 anheben. Dies habe zur Folge, dass sich der mit einem DCF-Modell ermittelte faire Wert auf 48,00 EUR je Aktie erhöhe.
Entsprechend heben die Analysten vom Bankhaus Lampe ihr Kursziel von 46,00 EUR auf 48,00 EUR an und bekräftigen ihre Kaufempfehlung für die Beiersdorf-Aktie. (Analyse von 01.12.2011) (01.12.2011/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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