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News - Ausland
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24.11.2011
Suzuki ruft im Streit mit Volkswagen Schiedsgericht an
aktiencheck.de
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Hamamatsu (aktiencheck.de AG) - Der japanische Automobil- und Motorradhersteller Suzuki Motor Corp. (ISIN JP3397200001/ WKN 857310) hat im Streit mit der Volkswagen AG (ISIN DE0007664039/ WKN 766403) den Weg zum Schiedsgerichtshof der Internationalen Handelskammer (ICC) eingeschlagen.
Unternehmensangaben vom Donnerstag zufolge soll damit erreicht werden, dass der deutsche Autobauer den von ihm gehaltenen Suzuki-Anteil von rund 20 Prozent an den japanischen Konzern oder einen von diesem benannten Dritten verkauft. Die beiden Partner werfen sich gegenseitig die Verletzungen des im Dezember 2009 geschlossenen Kooperationsvertrages vor.
Suzuki hatte Mitte Oktober schwere Vorwürfe gegen Volkswagen erhoben und dem deutschen Autobauer Vertragsbruch vorgeworfen. Suzuki hatte sich im Rahmen der Vereinbarung Zugang zu den Kerntechnologien von VW erhofft, jedoch nach Angaben von Suzuki nicht erhalten. Außerdem sieht Suzuki die Rahmenbedingungen für eine Partnerschaft zwischen gleichberechtigten Unternehmen verletzt, da Volkswagen die Suzuki-Beteiligung als assoziiertes Unternehmen klassifiziert.
Auch Volkswagen hatte sich zuletzt unzufrieden mit der Suzuki-Kooperation gezeigt und dem japanischen Unternehmen Vertragsverletzung vorgeworfen, nachdem Suzuki die Partnerschaft mit der Fiat S.p.A. (ISIN IT0001976403/ WKN 860007) intensiviert und Dieselmotoren bei dem italienischen Konzern bestellt hatte.
Die Aktie von Suzuki notierte zuletzt bei 1.533 Japanischen Yen (+0,92 Prozent). Die Anteilsscheine von Volkswagen gewinnen aktuell 1,64 Prozent auf 114,50 Euro. (24.11.2011/ac/n/a)
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