|
Analysen - Ausland
|
23.11.2011
Sony kämpft an vielen Fronten
Raiffeisen Centrobank
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Wien (aktiencheck.de AG) - Christian Hinterwallner, Analyst der Raiffeisen Centrobank, stuft die Aktie von Sony (ISIN JP3435000009/ WKN 853687) auf "verkaufen" herab.
Der japanische Elektronikkonzern leite eine Restrukturierung des schwachen TV-Geschäfts in die Wege, um diesen Unternehmensbereich im Geschäftsjahr 2013 wieder profitabel zu machen. Für die dazu notwendigen Maßnahmen erwarte Sony Kosten von ca. JPY 50 Mrd.
Sony kaufe Ericsson (ISIN SE0000108656/ WKN 850001) für EUR 1 Mrd. den 50%-Anteil am gemeinsamen Mobiltelefon-Joint Venture Sony Ericsson ab. Damit verfolge der japanische Unterhaltungselektronikkonzern seine Strategie TV, PCs, Tablets und Smartphones unter einem Dach zu vereinigen.
Der Konzern habe im zweiten Geschäftsquartal (Juli bis September) einen Nettoverlust von JPY 27 Mrd. ausgewiesen. Der Verlust auf operativer Basis habe JPY 1,6 Mrd. betragen. Erwartet worden seien Gewinne von JPY 40 Mrd. bzw. 19,5 Mrd. Der Ausblick für das Gesamtjahr sei drastisch gesenkt worden. Der Umsatz solle JPY 6.500 Mrd. (ursprünglich JPY 7.500 Mrd.) erreichen und das operative Ergebnis JPY 20 Mrd. (zuvor JPY 200 Mrd.) betragen. Zudem werde ein Nettoverlust von JPY 90 Mrd. erwartet (vormals: JPY +80 Mrd.).
Sony habe mit den Zahlen für das zweite Geschäftsquartal enttäuscht und habe an vielen Fronten zu kämpfen. Die Auswirkungen der Überschwemmung in Thailand hätten ebenso belastet wie der starke Japanische Yen. Zudem ringe Sony mit einer schwachen Nachfrage in Europa und den USA und dem unprofitablen TV-Geschäft (Bravia).
Bezeichnend für die Situation des Elektronikkonzerns sei die Tatsache, dass das Finanzdienstleistungs-Segment wieder einmal das beste operative Ergebnis ausgewiesen habe. Die Sorgen um die Weltwirtschaft sowie zunehmender Wettbewerb mit Konkurrenten aus Südkorea und Taiwan würden die Situation für Sony noch schwieriger machen. Angesichts der laufenden Enttäuschungen habe das Unternehmen in den letzten Jahren viel an Glaubwürdigkeit eingebüßt.
Die Analysten der Raiffeisen Centrobank ändern ihre Einschätzung für die Aktie von Sony daher auf "verkaufen". (Analyse vom 22.11.2011) (23.11.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
|