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Analysen - Ausland
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18.11.2011
Telekom Austria Ausblick und Dividende für 2011 bestätigt
Erste Bank
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www.optionsscheinecheck.de
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Wien (aktiencheck.de AG) - Die Analystin der Erste Bank, Vera Sutedja, stuft die Aktie der Telekom Austria (ISIN AT0000720008/ WKN 588811) unverändert mit dem Rating "verkaufen" ein.
Der Nettogewinn des dritten Quartals 2011 habe mit EUR 128 Mio. aufgrund höherer Erträge aus latenten Steuern deutlich über der Analystenerwartung (EUR 76 Mio.) und der Marktprognose gelegen (EUR 66 Mio.). Die Umsatzerlöse seien im dritten Quartal um 6,2% auf EUR 1.111 Mio. gesunken. Die größten Sparten (Österreich, Bulgarien) hätten unter deutlichem Umsatzrückgang gelitten. Das weißrussische Segment sei von einer weiteren Abwertung des weißrussischen Rubels geprägt gewesen.
Trotz des 7,3%-igen Kundenwachstums seien die Umsatzerlöse um 39% auf EUR 56,9 Mio. gefallen. Der negative Effekt aus der Währungsumrechnung habe 73,8 Mio. EUR betragen. Das bereinigte EBITDA der Gruppe, d.h. exklusive Restrukturierungsaufwand, sei im dritten Quartal 2011 um 8,1% auf EUR 412,9 Mio. gefallen. Wieder hätten sich Währungseffekte negativ auf die weißrussische Tochter ausgewirkt und zu einer deutlichen Verminderung des EBITDA Beitrags (-EUR 18 Mio. oder - 42.7% gegenüber 3Q10) auf EUR 24,2 Mio. geführt.
Der Ausblick und die Dividende für 2011 seien bestätigt worden. Dieser Ausblick basiere auf konstanten Wechselkursen und berücksichtige nicht Effekte einer möglichen inflationsbasierten Rechnungslegung bei der weißrussischen Tochter im vierten Quartal. Eine Entscheidung der Wirtschaftsprüfer im Hinblick auf die Notwendigkeit der Anwendung der Rechnungslegung in Hochinflationsländern gemäß IAS 29 für Weißrussland werde bis Ende November 2011 erwartet. Dies könnte sowohl zu höheren Umsätzen und einem höheren EBITDA, als auch zu weiteren Abschreibungen führen.
Nach Meinung der Analysten sei die Höhe der Dividende nicht haltbar. Das Eigenkapital, mit 10,7% der Bilanzsumme, sei sehr gering und der Verschuldungsgrad (456%) sei extrem hoch. Die Prognose des Nettogewinns pro Aktie für 2011 betrage EUR 0,04, deutlich niedriger als die angekündigte Mindestdividende von EUR 0,76. Das Eigenkapital würde dadurch und durch mögliche Abschreibungen in Weißrussland weiter geschwächt werden.
Für 2012 erwarte das Management, dass die schwache Wirtschaftlage in den CEE Ländern Umsatzerlöse, EBITDA sowie Cashflow unter Druck bringen werde. Die Analysten würden davon ausgehen, dass die Finanzierungskosten steigen würden.
Die Analysten der Erste Bank bestätigen ihre "verkaufen"-Empfehlung für die Telekom Austria-Aktie. Das Kursziel sehe man bei EUR 5,50. (Analyse vom 18.11.2011) (18.11.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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