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Analysen - Nebenwerte
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17.11.2011
BAUER Mosul Damm Projekt im Mittelpunkt des Interesses
Bankhaus Lampe
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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Marc Gabriel, stuft die Aktie von BAUER (ISIN DE0005168108/ WKN 516810) weiterhin mit "kaufen" ein.
Bei den Investoren habe der mögliche Riesenauftrag (Vol. 1,9 Mrd. EUR bei sechs bis sieben Jahren Laufzeit) für den Mosul Staudamm im Irak im Mittelpunkt des Interesses gestanden.
CFO Hartmut Beutler habe erläutert, dass der Auftrag voraussichtlich in Q1 12 unterzeichnet werden könnte und erst danach Aussagen zu möglichen Ergebniseffekten gemacht werden könnten. Die kalkulierten Margen (Bankhaus Lampe-Erwartungen: min. 3% Nettomarge bei 250 bis 300 Mio. EUR Volumen p.a.) dürften deutlich über den jeweiligen Zielmargen liegen, um die Risiken dieses Mammut-Projekts entsprechend zu berücksichtigen. Das Projekt werde vom Start weg cash-positiv sein, da man Vorauszahlungen vereinbart habe. Die Analysten könnten sich vorstellen, dass diese zum Start bei rund 200 Mio. EUR liegen dürften, was die Nettoverschuldung drücken werde.
Auch ohne die positiven Effekte aus dem Mosul Projekt würden die Analysten ihre Gewinnschätzungen nach der Zürich-Roadshow wie nebenstehend anheben, da sich die negativen Einmaleffekt (Krisenherde, Projektverzögerung, etc.) aus 2011 im kommenden Jahr nicht wiederholen sollten. Das Rekordauftragsbuch von 740 Mio. EUR unterstütze die Anhebung der Analysten ebenso wie das Potenzial aus den Projekten, die derzeit in der Ausschreibungsphase seien und bei denen BAUER sein Know-how einbringen könne. Durch die Anstrengungen und hohen Investitionen in das Projekt zur Pfahlerstellung für ein Gezeitenkraftwerk in Schottland habe BAUER erneut ein Alleinstellungsmerkmal erzielt, womit die Grundlage für neue Arbeitsfelder geschaffen worden sei.
Das Management sehe unverändert folgende EBIT-Zielmargen in den Segmenten (2011 zum Vergleich): Bau: 5 bis 6%, 2011 ca. 3.x%; Maschinen: 13 bis 15%, 2011 ca. 9 bis 10%; Resources: 8%, 2011 ca. 5 bis 6%.
Die Nettofinanzschulden sollten bis Ende 2011 auf rund 600 Mio. EUR zurückgeführt werden. Das geschehe wesentlich durch die Reduzierung des Umlaufvermögens, das rund 60 bis 70 Mio. EUR zu hoch sei. Zu Berücksichtigen sei beim Umlaufvermögen von aktuell rund 660 Mio. EUR, dass hier zwei TBAs mit 50 Mio. EUR und 100 Mio. EUR Leihmaschinen enthalten seien.
BAUER habe in diesem Jahr zweimal die Gewinnerwartung reduzieren müssen.
Die Phase der schlechten Nachrichten dürfte vorüber sein, so dass die Analysten vom Bankhaus Lampe den Substanzwert von BAUER weiter zum Kauf empfehlen. Das Kursziel werde von 23,50 EUR auf 26,50 EUR erhöht. (Analyse vom 17.11.2011) (17.11.2011/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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