|
News - Ausland
|
14.11.2011
UniCredit plant milliardenschwere Kapitalerhöhung
aktiencheck.de
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Mailand (aktiencheck.de AG) - Die italienische Großbank UniCredit S.p.A. (ISIN IT0000064854/ WKN 850832) kündigte am Montag eine Kapitalerhöhung zur Stärkung der Eigenkapitalausstattung an. Im dritten Quartal musste der Konzern aufgrund hoher Einmaleffekte außerdem einen milliardenschweren Verlust ausweisen.
Demnach will die italienische Bankgesellschaft eine Kapitalerhöhung im Gesamtvolumen von 7,5 Mrd. Euro durchführen, um die die Eigenkapitalquote (Tier I) im Jahr 2012 auf mehr als 9 Prozent zu erhöhen. Bis zum Jahr 2015 soll diese Kennzahl bis auf mehr als 10 Prozent steigen. Im Zuge des geplanten Maßnahmenpakets ist außerdem die Auslagerung von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Assets im Gesamtvolumen von rund 48 Mrd. Euro geplant. Außerdem werde man für das Fiskaljahr 2011 auf die Ausschüttung einer Dividende verzichten.
Daneben sind einschneidende Maßnahmen zur Kostenreduktion und zur Steigerung der Effizienz geplant. Dabei will man die Konzernverwaltung verschlanken und strebt auch im Filial- und Geschäftskundensegment weitreichende Vereinfachungen an. Allein in Italien sollen bis 2015 rund 5.200 Stellen abgebaut werden, teilte der Finanzkonzern weiter mit.
Wie der Konzern weiter ausführte, verzeichnete man im dritten Quartal einen Rekordverlust von 10,64 Mrd. Euro. Dabei hatte das Kreditinstitut unter Abschreibungen in Höhe von 10,17 Mrd. Euro auf Beteiligungen in Osteuropa zu leiden gehabt. Ohne die Berücksichtigung dieser negativen Einmaleffekte lag der bereinigte Verlust im Berichtszeitraum bei 474 Mio. Euro.
Für das Fiskaljahr 2013 strebt UniCredit mit Hilfe der eingeleiteten Maßnahmen und einer stärkeren Fokussierung auf die wachstumsstarken Regionen in Zentral- und Osteuropa einen Nettogewinn von rund 3,8 Mrd. Euro an, hieß es weiter.
Die Aktie von UniCredit notiert aktuell in Mailand mit einem Minus von 5,88 Prozent bei 0,78 Euro. (14.11.2011/ac/n/a)
|