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News - Nebenwerte
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14.11.2011
BAUER muss Ergebnisrückgang hinnehmen
aktiencheck.de
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Schrobenhausen (aktiencheck.de AG) - Der internationale Bau- und Maschinenbaukonzern BAUER AG (ISIN DE0005168108/ WKN 516810) hat am Montag die endgültigen Geschäftszahlen für die ersten neun Monate vorgelegt und blieb dabei erwartungsgemäß hinter den eigenen Planungen zurück.
Demnach erhöhte sich die Konzerngesamtleistung auf 1,01 Mrd. Euro, was einem Plus von 4,8 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode entspricht. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verringerte sich auf 51,5 Mio. Euro, nach 55,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Nachsteuerergebnis blieb mit einem Gewinn von 14,2 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreswert von 21,0 Mio. Euro hinter den Planungen zurück.
Damit wurden die am 31. Oktober veröffentlichten vorläufigen Geschäftszahlen bestätigt. Zur Begründung für die unerwartet schwache Ergebnisentwicklung hatte der Konzern unter anderem auf Verzögerungen beim Baubeginn sowie Störungen im Bauablauf bei einigen Großprojekten im Bausegment verwiesen, die zu Leistungs- und Ergebnisminderungen geführt hätten. Außerdem hätten die Leistungs- und damit auch Ergebnisausfälle in den Krisenregionen des Mittleren Ostens - speziell in Ägypten - einen negativen Effekt auf die Gesamtgeschäftsentwicklung gehabt, so der Konzern.
Beim Auftragseingang wurde in den ersten neun Monaten ein Anstieg um 25,8 Prozent auf 740,0 Mio. Euro ausgewiesen. "Die Auftragsentwicklung verdeutlicht die Chancen für eine spürbar bessere Entwicklung im kommenden Jahr", so der Vorstandsvorsitzende Prof. Thomas Bauer. "Obwohl wir in diesem Jahr von den zahlreichen Beeinträchtigungen deutlich erfasst wurden, blicken wir zuversichtlich in die Zukunft, da die aufgetretenen Störungen nur wenig Wirkung über das laufende Geschäftsjahr hinaus haben werden." Für das Gesamtjahr 2011 erwartet die Unternehmensgruppe eine Gesamtkonzernleistung von etwa 1,35 Mrd. Euro, ein EBIT in Höhe von etwa 80 Mio. Euro und ein Nachsteuerergebnis von gut 30 Mio. Euro.
"Der hohe Auftragsbestand lässt für 2012 und die Folgejahre bei der Gesamtkonzernleistung Wachstumschancen von jährlich 5 bis 10 Prozent erwarten", so Prof. Thomas Bauer. "Dabei sind die Chancen durch das mögliche Sanierungsprojekt am Mosul-Damm im Norden des Irak noch nicht berücksichtigt." Anfang November konnte die BAUER Spezialtiefbau GmbH, ein Unternehmen der BAUER Gruppe, mit der irakischen Regierung einen Letter of Understanding unterzeichnen, worin die Auftragserteilung, vorbehaltlich der Vereinbarung weiterer Vertragsdetails, in Aussicht gestellt wurde. Mit einem Volumen von insgesamt 1,9 Mrd. Euro und einer geplanten Bauzeit von etwa sechs Jahren wäre dies der bislang größte Auftrag der Unternehmensgeschichte.
Die Aktie von BAUER notiert aktuell mit einem Plus von 2,03 Prozent bei 20,90 Euro. (14.11.2011/ac/n/nw)
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